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Buchkritik

Johanna Hillig aus der Jahrgangsstufe 11 hat das Buch „Illuminae“ von Amie Kaufmann und Jay Kristoff gelesen. Hier könnt Ihr Johannes Rezension lesen. Das Buch könnt Ihr Euch in unserer Schulbibliothek ausleihen.

Inhalt:

Ein paar Stunden und nichts ist mehr wie es war. Das Einzige, worüber sich Kady an diesem Morgen Gedanken gemacht hat, ist die Trennung von ihrem Freund Ezra. Doch als eine Flotte Raumschiffe am Himmel erscheint und beginnt, ihren Planeten Kerenza anzugreifen, wird klar, dass dies nicht ihr einziges Problem bleiben sollte. Dank mehrerer Raumschiffe, die sich ihrer annehmen, gelingt es Kady und Ezra zusammen mit anderen Überlebenden zu fliehen.

Aber auch im Weltall angekommen, ist die Gefahr noch lange nicht gebannt. Ein feindliches Kampfschiff, die Lincoln, hat die Verfolgung aufgenommen und ist der Flotte dicht auf den Fersen. Zu allem Überfluss ist auch die künstliche Intelligenz AIDAN, darauf programmiert, die Besatzung der Schiffe zu schützen und die gesamte Technik, bis hin zum Einsatz der Atomwaffen, zu kontrollieren, nicht unbeschadet davon gekommen und verhält sich immer seltsamer. Doch wer nun denkt, es kann nicht mehr schlimmer kommen, der hat sich gewaltig geirrt. Nach und nach wird klar, dass die Bedrohung längst nicht mehr allein von der Lincoln ausgeht, die in der Schwärze des Weltalls lauert. In den eigenen Reihen hat sich eine tödliche Gefahr entwickelt, der zu entrinnen auf den überfüllten Raumschiffen so gut wie unmöglich erscheint.

Trotz all dem ist Kady entschlossen, die schreckliche Wahrheit ans Licht zu bringen. Zusammen mit Ezra, der Person, mit der sie zwar nie wieder etwas zu tun haben wollte, aber der sie dennoch vertraut wie keinem anderen.

Wenn bloß das Überleben nicht schon Schwierigkeit genug wäre und die Zeit ein wenig langsamer vergehen würde...


Meine Meinung:

Ein international beliebtes, actionreiches Science-Fiction-Buch, das sich zumindest äußerlich sehr von anderen Büchern unterscheidet. Diese Informationen tauchen häufig in Verbindung mit Illuminae auf. Aber auch negative Kritik ist mir zu Ohren gekommen, so dass ich gespannt war, die Geschichte selbst zu lesen.

Die Geschichte der Jugendlichen Kady Grant und Ezra Mason, zugleich die Geschichte Tausender anderer Menschen, wird in Form von Akten erzählt, in denen sowohl Chatverläufe und Tagebucheinträge, als auch Grafiken, verschriftlichte Videoaufnahmen und vieles mehr angesammelt sind. Der Leser übernimmt hierbei mehr die Rolle einer außenstehenden Person, welche die Akten verfolgt, als selbst Teil der Geschichte zu werden. So beginnt das Buch mit einer E-Mail von einem unbekannten Absender, in deren Anhang die Akten verschickt werden.

Auf den folgenden fast 600 Seiten sind die unterschiedlichsten Dokumente zu finden, die das Schicksal der Bewohner des Planeten Kerenza erzählen.

Den Einstieg macht ein Interview, in dem Kady und Ezra getrennt zu dem Angriff befragt werden und bei dem einige ihrer Charakterzüge bereits zur Geltung kommen. Auch im weiteren Verlauf bekommt man immer wieder kleine Einblicke in die Persönlichkeiten. Kady ist ein willensstarkes und schlagfertiges Mädchen mit einem guten Herzen und dem Ziel, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Dazu erweist sich ihr geschickter Umgang mit technischen Geräten als sehr wertvoll und rettend.

Ezra dagegen ist zunächst nicht so erpicht darauf, zu erfahren, was sich alles im Verborgenen abspielt und eine ganze Reihe an Regeln zu brechen.

Zu den anderen Figuren erfährt man leider nur wenig, da durch den Aufbau des Buches so gut wie keine Beschreibungen, weder des Aussehens noch des Charakters, und auch nur selten Einblicke in Gedanken und Gefühle vorhanden sind.

Das ist insofern schade, da die Personen dem Leser weitgehend unbekannt bleiben und es dadurch an manchen Stellen schwerer ist, zu verstehen und sich vorzustellen, was gerade passiert.

Abwechslungsreich ist das Buch allerdings auf jeden Fall, da durch die unterschiedlichen Text- und Darstellungsformen immer wieder Neues dazukommt. Auch der Schreibstil der Autoren ist voller Abwechslungen und an den oder die Verfasser sowie die Art des Dokuments angepasst.

Die Texte selber sind also sehr angenehm und gut zu lesen, nur auf der inhaltlichen Basis haben mir persönlich ein paar Informationen gefehlt. So wird unter anderem dadurch, dass die Geschichte auf Raumschiffen spielt und Technik eine wichtige Rolle hat, mit einigen Fachbegriffen gearbeitet, die größtenteils nicht erklärt werden und mit denen der Leser ohne Vorkenntnisse nichts anfangen kann.

Zudem sind durch die Komplexität der Akten eine große Zahl an Personen erwähnt, die, vor allem durch Nicknamen in Chats, schwer auseinander zu halten sind.

Allerdings machen die vielen Beteiligten die Geschichte auch noch interessanter, da viele Schicksale auf einmal verfolgt werden können und das Ganze noch spannender wird. Überhaupt wird schon auf den ersten Seiten Spannung aufgebaut, die sich bis zur letzten Seite fortsetzt und immer wieder anspornt, weiterzulesen. Dabei sollte ein wenig Aufmerksamkeit immer auf die Anordnung der Wörter, die Schriftgröße und andere grafische Einfügungen gerichtet sein, da einige inhaltliche Aspekte auch darüber vermittelt und ergänzt werden.


Fazit:

„Illuminae“ ist in jedem Fall ein Buch, welches durch seinen besonderen Aufbau die Aufmerksamkeit und das Mitdenken der Leser fordert. Insgesamt ist es eine komplexe, sehr aufwendig und schön aufgezogene bzw. gestaltete Geschichte, bei der der Leser selbst nach und nach die Geheimnisse lüftet und die Wahrheit aufdeckt.
 
Ich empfehle dieses Buch jedem, der gerne Science-Fiction liest oder etwas ganz Neues ausprobieren möchte und eine Geschichte voller Action, Überraschungen und einem Hauch Liebe sucht.

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Schulstiftung im Bistum Osnabrück
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