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De Rozentuin - Der Rosengarten

Im Rahmen des Geschichtsunterrichts haben zwei 9. Klassen das in der Gedenkstätte Augustschacht aufge­führte Theaterstück „De Rozentuin/Der Rosengarten“ besucht; es wurde vom Osnabrücker Musiktheater Lupe und dem bildenden Künstler Theo van Delft (NL) in Zusammenarbeit mit der niederländischen Ge­denkstätte National Monument Kamp Amersfoort und der Gedenkstätte Augustaschacht gemeinsam mit Se­nioren und Jugendlichen aus Osnabrück und Amersfoort als ein modernes Theaterstück mit Schauspiel, Tanz, Musik und Video entwickelt. Nachfolgend fassen Schülerinnen und Schüler der beiden Klassen ihre Eindrücke zusammen:

Das Theaterstück „De Rozentuin/Der Rosengarten“ war sehr emotional gespielt, wodurch es uns alle zum Nachdenken angeregt hat. Dadurch, dass wir das Theaterstück direkt in der Gedenkstätte Augustaschacht angesehen haben, konnte man sich die ganze Situation sehr gut vorstellen und nachvollziehen. Besonders berührend fanden wir die Mitarbeit einer Zeitzeugin, die zur Zeit des Krieges neben dem Arbeitserziehungslager Ohrbeck gelebt hat. Nachher erzählte sie uns, wie schwer ihr die Mit­arbeit gefallen sei. Deswegen wurde uns auch be­wusst, dass nicht nur die Menschen im Arbeitslager gelitten haben, sondern auch viele Menschen drum herum.
Außerdem fanden wir die große Altersspanne der Schauspieler sehr beeindruckend, weil Groß und Klein gut zusammenarbeiten können. Die Zusammenarbeit mit holländischen Schauspielern und Schauspielerinnen war sehr gelungen, weil diese Mischung zwischen Deutschen und Holländern das Ganze erst realistisch gemacht hat. Die holländische Sprache war für die meisten Zuschauer und Zuschauerinnen kein Problem.
Durch das Theaterstück haben wir viele neue Eindrücke gewonnen. Vielen von uns war vorher gar nicht bewusst, wie grausam und schrecklich die Zeit des Zweiten Weltkrieges für Feinde des Natio­nalsozialismus gewesen sein muss. Sehr geschockt hat uns, dass man nur wegen eines falschen Wortes dem menschenunwürdigem Le­ben im Arbeitserziehungslager Ohrbeck ausgesetzt wurde. Wir wissen, dass wir für diese schrecklichen Taten nicht die Schuld tragen, aber das Letzte, das wir für die zahlreichen Opfer tun können, ist, diese Grausamkeiten nicht zu vergessen, damit diese sich nie mehr wiederholen.  (Paulina Veen, Jule Meier, 9d)

 

Ich war sehr berührt von dem Theaterstück, weil trotz vieler musikalischer und tänzerischer Beiträge die Heftigkeit der Geschichte dahinter mich getroffen hat. Es war laut und leise, schnell und langsam, alt und neu. So waren die Grausamkeit, aber auch die Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit von damals überall spürbar und verursachten mir immer wieder eine Gänsehaut. (Nina)

 

Durch die Leitfigur „Henk“, die immer wieder Aussagen gemacht hat wie „Ich bin frei“, um damit auf ihre Gedanken und Gefühle einzugehen, sind einem viele verschiedene Schicksale sehr nah gegangen. Gerade die Realität hinter dem Theaterstück, die Biografien, die dahinter stehen, machen die gespielte Brutalität deutlich beängstigender. Die Mischung der deutschen und niederländischen Sprache zeigt eine interkulturelle Begegnung in einem Land, in dem in der  nationalistisch geprägten Vergangenheit ein Völkermord stattgefunden hat. Dieser Gegensatz beschäftigt ebenso wieder tatsächliche Ort, an dem die Geschichten stattgefunden haben, der Ort der Aufführung. Ich habe große  Achtung vor allen Projektteilnehmern, vor allem den Zeitzeugen, die sich immer wieder mit ihrer grausamen Vergangenheit auseinandersetzen. (Samara)

 

Ich habe noch einmal gespürt, wie ernst diese Sache ist und dass man sich bewusst sein muss, das diese Dinge zwar schon lange her sind, aber trotzdem nie in Vergessenheit geraten sollten. Das Theaterstück hat uns gezeigt, wie mutig einzelne deutsche Helfer gegenüber den Insassen des Arbeitserziehungslagers Ohrbeck waren. Ich schäme mich für die Vergangenheit meines Volkes und hoffe, dass Aktionen wie diese helfen , so etwas zu verhindern. (Johannes)

 

Ich fand, dass das Theaterstück  fantastisch dargestellt wurde. Durch dieses Theater habe ich die Zeit da­mals mit all ihren schrecklichen Facetten viel besser verstanden. Für mich war es ein wichtiges und emotionales Erlebnis. Die Schauspieler haben jede Szene glaubhaft dargestellt, so dass man je­des Gefühl nachempfinden konnte und sich gut in die Person hinein versetzen konnte. Am ein­drucksvollsten fand ich, dass die Augenzeugin, die im Stück mitspielte, hinter der Bühne am Wei­nen war. (Emilia)

 

Aus dem Theaterstück habe ich viel mitgenommen, da es auch in meiner Familie derartige Situatio­nen gab. Auch meine Urgroßmutter hat Brot in das Arbeitserziehungslager geworfen und ihre Tochter hatte Angst, erwischt zu werden. Somit war mir diese Szene des Theaterstücks nicht fremd. Doch trotz der Erzählungen meiner Großeltern fand ich die dargestellte Gewalt erschreckend. Ein großes Lob an die Schauspieler, die dieses schwere Thema sehr gut umgesetzt haben. (Moritz)

 

Ich konnte aus dem Theaterstück und auch aus der beeindruckenden Umgebung viel mitnehmen. Vorher konnte ich mir nicht wirklich vorstellen, wie es in Zeiten des Nationalsozialismus war. Ich hatte zuvor schon einiges von meinen Großeltern und Lehrern in der Schule zu diesem Thema ge­hört; nach dem Theaterstück konnte ich mir das Geschehen aber noch  besser vorstellen. Außer­dem war auch die Gedenkstätte sehr beeindruckend, sodass ich mich viel besser in die damalige Zeit hineindenken kann. (Greta)

 

Das Theaterstück war interessant und abwechslungsreich gestaltet; auch die Schauspieler haben sehr gut gespielt. Es hat vor allem sehr gut gewirkt, da es durch die Entscheidung, das Stück am Ort der tatsächlichen Geschichte aufzuführen, sehr echt war.  Das Stück hat die Schrecklichkeit der damaligen Zeit aufgegriffen, ohne selbst schrecklich zu sein.  Die geschichtsgetreue Aufführung kam vor allem daher, dass sich Schauspielgruppe sehr stark mit dem Thema beschäftigt hat. Insgesamt war der Vormittag informativ und hat mir die Grausamkeit des Nationalsozialismus erneut vor Augen geführt. (Elina)  

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