Ursulaschule Osnabrück

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„Hilfe zur Selbsthilfe“

01Renovabis ist die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken für Menschen in Mittel- und Osteuropa. Nun läuft – wie in jedem Jahr - die bundesweite Pfingstaktion an. Und Schüler der Ursulaschule konnten tiefe Einblicke in Projekte und Hilfsaktionen gewinnen. Sophia Kreuzkamp (10d) und Frederieke Albers (9c) berichten für die Homepage der Ursulaschule:

Sophia Kreuzkamp: „Renovabis in der Ursulaschule“

Was ist der Mensch? - Über diese Frage diskutierten wir Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen in den letzten Wochen unseres Religionsunterrichts. Dabei stand vor allem der Aspekt der Menschenwürde im Mittelpunkt. Wir stellten heraus, dass der Mensch nicht Wert, sondern Würde hat. Diese Position vertreten auch Frau Dr. Kleck und der moldawische Bischof Anton Cosa im Rahmen der diesjährigen Pfingstaktion von Renovabis, einem katholischen Hilfswerk für Osteuropa. Gemeinsam wollen sie Kindern, Jugendlichen, behinderten oder alten Menschen in Osteuropa eine Perspektive auf ein würdiges und lebenswertes Leben ermöglichen.

04Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 wurde Moldau zur eigenständigen Republik erklärt. Die daraus hervorgehenden Aufstände forderten bereits viele Tote. Die Konsequenzen dieser politischen Wende müssen die Menschen dort noch immer tragen. Sie leben in einem verarmten Land ohne ein funktionierendes Bildungssystem, ohne Infrastruktur und ohne einen Staat, der seine Bürger finanziell unterstützt. Die Menschen zieht es ins Ausland, um Arbeit zu finden und so ihre Familien ernähren zu können. Ein Großteil der Emigranten sind Frauen, unter ihnen viele Mütter, die ihre Familien und Kinder zurücklassen müssen. Deshalb müssen über eine Million Kinder ohne eine sensitive Beziehung zu ihren Eltern aufwachsen.   Außerdem erfolgt die Auswanderung meist illegal und viele Frauen werden zur Prostitution gezwungen. Um diesen Lebensbedingungen entgegen zu wirken, fördert Renovabis unterschiedliche Aktionen und Projekte wie z.B. den Bau von Waisenhäusern, Bildungseinrichtungen oder engagiert sich in der Altenpflege. Durch Freiwilligendienste und Spenden wollen sie so Menschen in Not unterstützen.

Nach dieser Schilderung einer für uns politisch und sozialen fast nicht vorstellbaren Situation, waren wir zunächst sehr geschockt. Wir können kaum glauben, dass Jugendliche in unserem Alter keine ordentliche Schulausbildung absolvieren können - und das in Europa! Uns interessierte besonders, welche Perspektiven die Kinder und Jugendlichen dort haben. Nur wenn sie ihr Land verlassen, haben sie eine Chance, Arbeit zu finden und sich so ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Da ihre Eltern jedoch häufig ausgewandert sind, müssen die älteren Jugendlichen  für ihre Geschwister sorgen und das unter schwierigen Bedingungen, denn außerhalb der großen Städte gibt es oft weder fließendes Wasser noch Strom.

Was können wir in Deutschland dazu beitragen, um diesen Menschen zu helfen? Schon mit reinem Interesse könnten wir helfen, so Frau Dr. Kleck, die sich sichtlich über unser großes Interesse freute. Allein die Sehnsucht nach Veränderungen sei der erste Schritt zu einem menschenwürdigen Leben in Osteuropa. Jeder Einzelne könne etwas verbessern, könne verschiedene Initiativen und Ideen unterstützen. So auch z.B.  mit Sponsorenläufen, Patenschaften, durch finanzielle Unterstützung oder die Teilnahme an Förderprogrammen für Jugendbegegnungen, wie beim derzeitigen Projekt “Go-East”. Außerdem biete Renovabis beim Bistum Osnabrück ein Freiwilligenprogramm an, das ein Auslandsjahr in Osteuropa beinhalte. Dazu lädt auch Bischof Anton Cosa ein. Die Menschen in diesen Regionen seien wirklich sehr gastfreundlich und hilfsbereit.

Mit einem kräftigen Applaus dankten wir den beiden Projektreferenten. Ihr Vortrag hat uns alle ins Grübeln gebracht. Am Beispiel von Moldawien realisierten wir, dass unser Lebensstandard nicht selbstverständlich ist und dass es in gar nicht allzu weiter Entfernung Menschen gibt, die auf unsere Hilfe und unser Engagement angewiesen sind.

Frederieke Albers:  Renovabis-Pfingstaktion

„Renovabis“? Kennt jemand dieses Wort? „Renovabis“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet: „Erneuere dich“. Jedoch steckt hinter diesem kleinen Wort etwas ziemlich Großes. Renovabis ist der Name einer Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa. Wie jedes Jahr starteten sie auch 2012 ihre bundesweite Pfingstaktion unter dem diesjährigen Motto: „ Und er stellte ein Kind in ihre Mitte“ (Mk 9,36).

02Auch an unserer Schule hatten einige Schüler/-innen die Möglichkeit, sich selbst ein Bild von diesen Projekten, Hilfsaktionen und Förderungen machen zu können. Am 3.Mai 2012 besuchten Schwester Paulina aus Russland und Herr Dr. Dahm unsere Klasse. Die Ordensschwester erzählte uns, mit ihren bewundernswerten Deutschkenntnissen, von dem Grundsatz der Organisation: „Hilfe zur Selbsthilfe“. Renovabis versucht, Familien, Kinder und all diejenigen, die es benötigen, zu unterstützen und ihnen Kraft zu schenken. Daraufhin kamen wir mit Schwester Paulina ins Gespräch und konnten Fragen stellen, die uns interessierten.

Sie zeigte uns beeindruckende Fotos, die ihre Erfahrungen untermalten und uns ihre Arbeit veranschaulichten. Projekte, wie das Bauen von Schutzhäusern, Essensausgaben an Obdachlose oder Besuche einzelner Familien, die in einem mehrere Kilometer weit entfernten Ort wohnen, stehen auf ihrem Tagesprogramm. Deutlich daran zu erkennen ist, dass diese Aktionen vieles zum Guten verändern und einen Lichtblick für viele Menschen bedeuten. Auch wir sollten uns daraufhin einmal Gedanken machen, wie wichtig es ist mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und die Hand zu reichen, wenn da jemand ist, der unsere Hilfe braucht.

 

03 Die Fotos zeigen Bischof Anton Cosa (Begleiterin Frau Dr. Kleck), Ordensschwester Paulina (Begleiter Herr Dr. Dahm) und Frau Gabriella Revai (Begleiter Herr Haneke).

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