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Rezension zum Roman „Edelweißpiraten“

Auf 245 Seiten erzählt der Autor Dirk Reinhardt, wie ein Junge der heutigen Zeit die Geschichte einer Jugendgruppe während des zweiten Weltkriegs liest und miterlebt und was er mit dem Verfasser des Tagebuchs bespricht.

Die Geschichte „Edelweißpiraten“ handelt von Daniel, einem 16-jährigen Jungen, und einem alten Mann namens Josef Gerlach. Dieser gibt dem Jungen ein Tagebuch, das er zur Zeit des Naziregimes geschrieben hat. Daniel liest darin, wie sich Josef Gerlach alias Gerle und sein Freund Tom in ihrer Jugend einer Gruppe, die sich „Edelweißpiraten“ nannte, angeschlossen haben. Aus dem Tagebuch erfährt er, wie das Leben von Gerle und seinen Kameraden Flint, Kralle, Tilly und anderen während des Krieges in den Jahren 1941 bis kurz vor Kriegsende 1945 verlaufen ist, wie sie Pfingsten am Felsensee gefeiert haben, wie sie mit HJ, SS und später sogar mit der Gestapo zu kämpfen hatten, und vor allem, was sie alles taten, um ihre Freiheit zu verteidigen.
Das Buch besitzt Innen- und Rahmenhandlung, die nahezu perfekt miteinander verzahnt sind. Dabei erzählt der Rahmen die Begegnungen und Gespräche Daniels mit dem alten Herrn Gerlach, die Binnenhandlung enthält die Erlebnisse der Edelweißpiraten um den jungen Gerle. Die Geschichte bleibt bis zum Ende hin spannend, besitzt eine gute, aber nicht aufgesetzte Moral und basiert auf der wahren Geschichte der Edelweißpiraten, d.h. der Autor hat möglichst viele der verfügbaren Quellen nach eigener Nachforschung in das Buch eingebracht.
Einige dieser Quellen wurden auch für das Nachwort genutzt, in dem Dirk Reinhardt die Behandlung der Edelweißpiraten nach Kriegsende kritisiert und feststellt, dass er sie als Widerstandskämpfer anerkannt wissen möchte (was sie inzwischen sind). Für Geschichtsliebhaber ist das Buch dementsprechend ebenfalls geeignet. Die Geschichte spiegelt insgesamt sehr gut die Umstände der damaligen Zeit wider. Es gibt nicht viel, das man verbessern könnte.
Dirk Reinhardts Werk ist definitiv allen zu empfehlen, die mehr über diese Zeit erfahren wollen. Außerdem sollten möglichst viele Jugendliche das Buch lesen, damit die Opfer, die der Krieg gefordert hat, nicht vergessen werden. Auch könnte Lesern bewusst werden, wo Freiheit heute bedroht ist. Jüngeren Kindern würde ich jedoch von der Geschichte abraten, da an einigen Stellen von schrecklichen Grausamkeiten, von  Folter und Tod erzählt wird, was nicht leicht verdaulich ist.

Justin Löwe, 8b

In diesem Zusammenhang fand auch der Besuch der Gedenkstätte Gestapokeller in Osnabrück statt. Zudem gab es zu dem Buch eine Autorenlesung an unserer Schule.

(Foto: Screenshot von http://www.aufbau-verlag.de/index.php/profile/news/read/id/2075/ , 08.06.2015, 21.04 Uhr)

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