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Yanomami-Indianer

Am 10. März hielt die Menschenrechtsaktivistin Christina Haverkamp einen Vortrag in der Aula unserer Schule. Amelie Stänner aus der Klasse 7a berichtet:

Das Projekt:

Christina Haverkamp fährt seit 25 Jahren regelmäßig zu den Yanomami-Indianern. Das Gebiet in Südamerika, auf dem die Indianer leben, ist ungefähr so groß wie die Schweiz. Frau Haverkamp hatte sich ursprünglich mit einem anderen Forscher, Rüdiger Nehberg, zusammengetan und die Yanomamis besucht. Zu Anfang mussten sie sich noch per Körperzeichensprache verständigen. Die Yanomami-Indianer wurden von Goldsuchern bedroht und auch oft von diesen überfallen. Die Indianerkrankenhäuser waren sehr heruntergekommen, was Christina und Rüdiger ändern wollten. Zuletzt gab es bei den Yanomami-Indianern dank der Beiden drei Krankenhäuser und vier Schulen.

In einer der Schulen bekommen sie jetzt von einer Französin, die es sich zum Lebensziel gemacht hat, den Yanomamis zu helfen, Portugiesischunterricht. Durch diesen Unterricht können sich die Yanomamis heute besser verständigen. An die Krankenhäuser haben sie Solarzellen gebaut, damit diese mit Strom versorgt werden. Die Krankenhäuser sind sehr wichtig, da die Grippe oder die Masern für Yanomami-Kinder tödlich sein können.

Auch ältere Yanomamis werden ausgebildet, damit sie sich untereinander helfen. Frau Haverkamp wurde sogar einmal von der brasilianischen Polizei verhaftet, da es ihr nicht gestattet war, Krankenhäuser zu bauen. Doch die Yanomamis holten sie wieder zurück. Schließlich haben die Yanomamis eine eigene Organisation gegründet, wodurch sie sich weiterbilden.

Auf www.yanomami-hilfe.de könnt Ihr euch über das Projekt informieren.

Frau Haverkamp:

Frau Haverkamp fuhr mit Rüdiger Nehberg 50 Tage mit einem Floß über den Atlantik, um auf die Indianer aufmerksam zu machen. Dabei mussten sie großen Schiffen und anderen Gefahren ausweichen. Als sie in Südamerika ankamen, wollten sie noch weiter zum Weißen Haus und mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika sprechen, um ihn auf die Indianerrechte aufmerksam zu machen. Diesen haben sie allerdings nicht getroffen. Danach trennte sie sich von Rüdiger Nehberg, da dieser andere Projekte im Blick hatte. Auch in Venezuela baute sie Krankenhäuser, doch dort gab es andere Krankheiten als in Brasilien.

Traditionen der Yanomamis:

Die Yanomamis essen ganz andere Dinge im Vergleich zu uns (z. B. geräucherte Affen). Auch essen sie Gürteltiere und Fische, welche sie in Blätter einwickeln, um sie frisch zu halten. Sie haben allerdings keine Mittel gegen giftige Tiere. Die Indianer leben in Rundzelten mit ungefähr 100 bis 200 Mitgliedern. Sie teilen alles miteinander und pflegen einander. Die Yanomami-Kinder haben ganz anderes Spielzeug als wir, zu Beispiel Federn. Auch die Beerdigung verläuft bei ihnen anders als bei uns: Das Yanomami-Volk verbrennt die Toten, bewahrt die Asche auf, schüttet diese dann in einen Bananensaft und trinkt diesen. Sie meinen, dass dadurch die Seele des Verstorbenen weiterleben kann.

Goldsucher:

Die Goldsucher dringen in das Gebiet der Yanomamis ein und holzen dort alles ab. Dies geschieht meist illegal und nahe der Rundzelte. Sie holen das Gold mit Wasser aus dem Boden, wodurch Tümpel entstehen. Hier fühlt sich die Malaria-Mücke sehr wohl, weshalb mehr Indianer von Malaria befallen werden. Außerdem wird so das ganze Wasser verseucht, da das Gold mit Quecksilber, welches giftig ist, geschmolzen wird. Es gibt nicht mehr genügend Fische zu essen. Einige Kinder sind durch Quecksilbervergiftungen gestorben, da man ihnen nicht mehr helfen konnte. Seit der Entdeckung Amerikas sind die Indianer stark bedroht, worauf Christina Haverkamp immer wieder aufmerksam macht.

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