Ursulaschule Osnabrück

rss

Austausch mit Rennes

Etwas Neues erleben. Neue Freunde finden. Eine neue Kultur kennenlernen. Französisch sprechen. All diese Möglichkeiten hatten wir bei dem Austausch mit der Hauptstadt der Bretagne: Rennes.

Am 7. November machten wir uns um 22 Uhr mit Frau Weisgerber und Frau Kittelmann auf den Weg. Nicht zu vergessen ist unser Busfahrer Sven, der uns die ganze Zeit in Frankreich begleitet hat.

Nach einer 13-stündigen Fahrt trafen wir am 8. November gegen 11 Uhr in Rennes an. Da unsere Austauschschüler noch bis 12 Uhr zur Schule mussten, hatten wir noch ein wenig Zeit, die letzten Minuten mit den Deutschen zu verbringen, da wir den Rest des Tages in unseren Familien verbrachten. Dieser Tag half uns, sich besser kennenzulernen, sich ein bisschen einzuleben oder sich auch schon mit anderen Austauschschülern zu treffen.

Am nächsten Tag trafen sich alle Ursulaschüler in der Schule. Nach nur wenigen Stunden hatten wir alle großen Redebedarf. Wir erzählten von unseren gastfreundlichen Familien, wie die Gastgeschenke angekommen waren, wie die erste Nacht in Frankreich war und noch vieles mehr.

Auch hatten wir das Vergnügen Monsieur Février kennenzulernen, der uns im Laufe unseres Aufenthaltes die Geschichte der Bretagne nahebrachte. Der Monsieur zeigte uns am Donnerstagmorgen zuerst die Schule, das Lycée Saint-Martin. Auch das Schulsystem, welches sich sehr von dem deutschen unterscheidet, wurde uns näher gebracht.

Wir brauchten nicht lange, um zu realisieren, dass die Franzosen in anderen Mengen essen. Genau das bestätige sich auch an diesem Tag. Denn mittags aßen wir alle in der Kantine der Schule. Doch es gab nicht einfach eine warme Mahlzeit. Von Käse über Joghurt bis zum Dessert hatte man freie Wahl.

Nach dem Essen ging es in das Stadtzentrum der zweitgrößten Stadt der Bretagne. Dort wurde uns der historische Hintergrund vorgestellt. Da das Wetter nach einiger Zeit seine schlechte Seite zeigte, hatten wir noch Zeit, uns in Kleingruppen selbst auf den Weg zu machen, um etwas zu essen oder in Geschäften zu stöbern. Nachdem wir um 16 Uhr wieder auf unsere Austauschpartner trafen, stand uns der Rest des Tages zur freien Verfügung.

Am dritten Tag ging es für uns nach Nantes. Es gab ein straffes Programm. Nach unserer Ankunft machten wir einen kleinen Spaziergang an dem alten Stadttor vorbei bis hin zu der Kathedrale von Nantes. Anschließend besuchten wir noch das Schloss von Nantes. Von den Mauern des Schlosses hatte man eine gute Sicht auf den wunderschönen Turm der früheren Keksfabrik „Lefèvre-Utile“ (LU). Das war nun der perfekte Augenblick. M. Février schenkte uns allen Butterkekse und zeigte uns natürlich auch, wie man sie richtig isst.

Nach einer Stunde Freizeit ging es zu der sogenannten „Île de Nantes“. Die Maschinen, die Tiere darstellen, sind ein besonderes Highlight dieser Insel in der Loire. Berühmt ist vor allem die 12 Meter hohe Maschine „Le Grand Eléphant“, welche wir zum Zeitpunkt unseres Besuches leider nicht besichtigen konnten. Bei der Führung durften einige von uns auch Maschinen, wie zum Beispiel die Spinne, selbst bedienen.

Im Anschluss ging es für uns zum Meereswelten-Karussell. Ein Karussell - klingt vielleicht etwas uninteressant für Schüler der 10. Jahrgangsstufe. Doch als jeder die Möglichkeit bekam, in diesem Karussell zu fahren und selbst zu erleben, wie man verschiedene Bewegungen der Maschinen steuert, waren alle gut gelaunt und hatten Spaß. Gegen 17 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zurück nach Rennes. Das Wochenende stand bevor. Wir verbrachten also zwei Tage alleine in unseren Gastfamilien.

Am Samstag trafen sich jedoch einige und haben Laser Tag gespielt. Der eine oder andere verbrachte sein Wochenende auch am Meer. Am Montagmorgen, als wir uns alle nach dem Wochenende in unseren Familien wieder trafen, hatten wir während der etwa einstündigen Busfahrt nach Cancale, einer kleinen Stadt an der Küste, Zeit, uns gegenseitig von unserem Wochenende und den Ausflügen, die wir mit unseren Familien machten, zu berichten.

Als wir in Cancale ankamen, hatten wir einige Minuten, uns den Strand und den kleinen Hafen anzuschauen und Fotos zu machen. Als alle fertig waren, fuhren wir weiter zu einer Austernfarm, in der uns dann mit Hilfe von einem Film über die Austernzucht und einem Besuch in den Hallen, in denen die Austern fertig zum Versand gemacht werden, der Weg von einer ganz kleinen bis hin zu einer versandfertigen Auster vorgestellt wurde.

Zum Schluss wurde uns noch gezeigt, wie man Austern richtig isst und es durfte natürlich jeder, der wollte, auch selber probieren. Die Reaktionen waren ganz unterschiedlich: einige wollten noch mehr haben und andere sind sich jetzt wahrscheinlich sicher, dass sie Austern in der nächsten Zeit nicht noch einmal probieren wollen. 

Nach einer kurzen Fotopause an einer wunderschönen Küste ging es dann weiter nach Saint Malo. Dort erkundigten wir in Kleingruppen die Stadt. Als wir uns dann alle wieder trafen, zeigte uns Monsieur Février noch einige Orte der Stadt, die wir so nicht entdeckt hätten. Danach machten wir uns dann auf den Weg zurück und verbrachten den restlichen Abend mit unseren Familien.

Am nächsten und zugleich auch letzten Tag in Frankreich nahmen wir vormittags am Unterricht am Lycée Saint Martin teil. Dort fiel uns auf, dass sich der Unterricht in Frankreich sehr von unserem gewohnten unterscheidet, da es dort die meiste Zeit so ist, dass der Lehrer vorne redet und Sachen an der Tafel notiert und die Schüler zuhören und sich Notizen machen. Selten ist es der Fall, dass die Schüler selber aktiv zum Unterricht beitragen. Nachdem der Unterricht beendet war, trafen wir uns jeweils mit unserem Austauschpartner, um zusammen essen zu gehen.
 
Nach dem Essen trafen sich dann alle Deutschen und wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe hat zusammen mit zwei ehemaligen Lehrerinnen Crêpes gebacken und die andere hatte die Möglichkeit, bretonische Tänze von einer Tanzgruppe zu lernen. Nach ungefähr einer Stunde wurden die beiden Gruppen dann getauscht. Bei den Crêpes war die Schwierigkeit, den Teig selber zu machen. Insgesamt klappte das bei allen ziemlich gut. Beim Tanzen ist uns wieder aufgefallen, wie sehr sich Kulturen unterscheiden können, aber auch, dass es immer sehr viel Spaß macht, neue Kulturen, in diesem Fall durch bretonische Tänze, kennenzulernen. 

Nach diesen Aktivitäten hatten wir dann ungefähr zwei Stunden Zeit, die wir mit unseren Austauschpartnern verbrachten, bis wir uns dann alle zusammen, auch mit den Lehrern, am Abend trafen und essen waren. Nach diesem Essen sind wir dann zurück in die Schule gegangen, um uns das Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und Frankreich anzuschauen. Die Stimmung bei den Deutschen  sowie bei den Franzosen war sehr stark von dem aktuellen Spielstand abhängig. Doch mit dem Ergebnis (2:2) konnten am Ende alle einigermaßen zufrieden nachhause gehen.

Am nächsten Morgen hieß es dann Abschied nehmen von unseren Familien und neuen Freunden, da wir uns schon früh auf den Weg zurück nach Deutschland machten. Anfangs waren wir alle sehr traurig, allerdings wurde der Abschied etwas leichter, da sich alle auf zuhause, ihre Familie und ihre Freunde freuten.
 
Auf dem Weg haben wir noch nahe der Klosterinsel Mont-Saint-Michel angehalten. Diese Insel ist etwa einen Kilometer von der Küste entfernt und man erreicht sie über eine Brücke, die über das Wattenmeer führt. Alle zusammen sind wir dann mit einem Pendelbus auf die Insel gefahren und nachdem wir diese beeindruckende Insel in kleinen Gruppen besichtigt hatten, ging es für uns zurück zum Bus und somit auch zurück in Richtung Heimat. Als wir ungefähr gegen Mitternacht in Osnabrück ankamen, waren alle sehr froh wieder zurück zu sein, auch wenn es eine sehr schöne Woche voller neuer Erfahrungen war.

Letzte Änderung am
Mehr in dieser Kategorie: « Gastschülerinnen aus Genf
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten

Impressum

Ursulaschule Osnabrück

Kleine Domsfreiheit 11-18
49074 Osnabrück
Telefon: 0541 - 318701
Fax: 0541 - 318711
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Schulleiter: Rolf Unnerstall

Schulträger

Schulstiftung im Bistum Osnabrück
Domhof 2
49074 Osnabrück

Zufällig

  • 1
  • 2
  • 3
Zurück Vor
Berufsorientierung: Kostenlose Beratung

Berufsorientierung: Kostenlose Beratung

Berufsberater Tim Frerichs kommt wieder in die Ursulaschule.

Weiterlesen
Die SV stellt sich vor

Die SV stellt sich vor

Die SV - Wer ist das eigentlich? Die SV dient in erster Linie als Ansprechpartner für...

Weiterlesen
Besuch der Gedenkstätte Gestapokeller in Osnabrück

Besuch der Gedenkstätte Gestapokeller in Osnabrück

Die Klasse 8b hat die Gedenkstätte Gestapokeller besucht, die sich im Innenhof des Osnabrücker Schlosses befindet.

Weiterlesen

Neu

  • 1
  • 2
  • 3
Zurück Vor
Plastiktütenfreier Weihnachtsmarkt

Plastiktütenfreier Weihnachtsmarkt

Die Klimabotschafter der Ursulaschule zeichnen derzeit mehr als 80 Stände des Osnabrücker Weihnachtsmarkts mit dem Emblem...

Weiterlesen
Fast 300 Päckchen für die Wärmestube

Fast 300 Päckchen für die Wärmestube

Same procedure as last year? Same procedure as every year? In diesem Jahr haben wir mit...

Weiterlesen
Austausch mit Rennes

Austausch mit Rennes

Etwas Neues erleben. Neue Freunde finden. Eine neue Kultur kennenlernen. Französisch sprechen. All diese Möglichkeiten hatten...

Weiterlesen

Beliebt

  • 1
  • 2
  • 3
Zurück Vor
Fünf Rennen, vier Siege, drei zweite Plätze

Fünf Rennen, vier Siege, drei zweite Plätze

Am 8. Oktober 2014 fand der jährliche Staffeltag der Osnabrücker Schulen auf der Illoshöhe statt. Wie...

Weiterlesen
Bericht von der Wasserski- und Wakeboard AG

Bericht von der Wasserski- und Wakeboard AG

In diesem Schuljahr fand erstmals eine Wasserski- und Wakeboard AG an der Ursulaschule statt. Für die...

Weiterlesen
Kulinarisches Rahmenprogramm beim Sommerkonzert

Kulinarisches Rahmenprogramm beim Sommerkonzert

In diesem Jahr gab es anläßlich des Sommerkonzertes ein tolles Rahmenprogramm auf dem Schulhof der Ursulaschule.

Weiterlesen
Copyright © 2013 Ursulaschule Osnabrück. Alle Rechte vorbehalten.