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AZ (Autonomes Zentrum) Wagenburg Osnabrück

Über das "AZ Wagenburg", seine Bewohner und die politische Situation vor der Räumung.

1. Was ist das AZ Wagenburg Osnabrück und welche Ziele und Absichten verfolgt es?

Die Wagenburg ist ein Zusammenschluss von meist jugendlichen Autonomen, die gemeinsam in mehreren Bauwagen am Fürstenauer Weg in Osnabrück leben und dort Veranstaltungen planen und durchführen. Das AZ Wagenburg Osnabrück verfügt weder über Wasser noch über Stromanschluss.

Transparent von Unterstützern des AZ Wagenburg

Alle Veranstaltungen und Projekte der Bewohner entstehen aus Eigeninitiative, deshalb entstehen auch keinerlei Kosten für die Stadt Osnabrück. Die unkommerziellen Veranstaltungen reichen von Anti-Atom-Projekten und Globalisierungskritik bis hin zu Antifaschismus bzw. -rassismus und einem linken Zeitungsprojekt (Die Zwille).

Als Ziel haben sie sich die Errichtung eines Zentrums gesetzt, in dem die Nutzer selbst und gleichberechtigt beispielsweise Projektplanungen bestimmen und ihre Finanzen selbst verwalten. Bislang wurde diese Forderung aber vom JHA (Jugendhilfeausschuss) abgelehnt.

Die Wagenburg ist aus der Besetzung eines Hauses in der Kokschen Straße entstanden, dass am 1. Mai 2002 geräumt und am 13.06.2002 abgerissen wurde, obwohl die Stadt Osnabrück dieses Gebäude in keinster Weise nutzte. Nach dem Abriss des Hauses zogen einige Bewohner in Bauwagen auf das Gelände am Jugendzentrum Ziegenbrink.

Dort kam es jedoch zu Angriffen von Rechtsextremen, sodass den ehemaligen Bewohnern aus der Kokschen Straße von der Stadt Osnabrück das Gelände am Fürstenauer Weg 70 zugewiesen wurde. Allerdings ist die Wagenburg von Räumung bedroht.

2. Politische Situation und Meinungen der Parteien zum Thema AZ Wagenburg Osnabrück

Die CDU/FDP-Fraktion brachte am 09.09.2003 in der Verwaltungsausschusssitzung einen Antrag auf sofortige Räumung des AZ-Wagenburg ein. Dieser Antrag wurde mit 6:5 Stimmen angenommen. Ferner wurde beschlossen, dass der Wagenburg von Seiten der Stadt kein alternatives Angebot bezüglich eines anderen Geländes gemacht werden darf.

Die Bewohner der Wagenburg haben bereits angekündigt, dass sie das Gelände nicht freiwillig verlassen werden. Was nach der Räumung der Polizei mit den AZ-Bewohner passieren wird, bleibt offen. In einem persönlichen Gespräch sagten uns die Bewohner, dass sie noch immer darauf hoffen, dass die CDU-Fraktion den Beschluss wieder rückgängig mache. Ansonsten werden sie sich mit passivem Widerstand zur Wehr setzen.

Die SPD-Ratsfraktion fordert, dass die Jugendlichen des AZ Wagenburg Osnabrück nicht ausgegrenzt werden sollen. Sie vertreten außerdem auch die Meinung des Evangelischen Kirchenkreises und anderen Bürgerinitiativen, einen neuen Standort zu schaffen und somit eine Räumung zu verhindern. Die SPD fordert diesen Initiativen eine Chance zu geben.

Die FDP ist zwar mit der Mietung eines Platzes durch die Bewohner des AZ Wagenburg einverstanden, jedoch könne es ihrer Meinung nach nicht sein, dass dafür öffentliche Mittel auf Kosten der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt würden.

Die grüne Ratsfraktion spricht sich für den Erhalt des AZ Wagenburg Osnabrück am Fürstenauer Weg aus, da sie der Meinung sind, dass das Angebot am Fürstenauer Weg (für nähere Auskünfte über die Angebote siehe oben) für viele Jugendliche sowohl zur Freizeit- als auch zur Lebensgestaltung äußerst bedeutsam seien. Laut der jugendpolitischen Sprecherin Heidelinde Lugert könnte eine Räumung weitreichende Folgen nach sich ziehen.

3. Interview mit den Bewohnern des AZ Wagenburg Osnabrück

In einem Interview mit den Bewohnern erhielten wir einen Einblick in ihren Alltag und ihr Leben. Sie schilderten uns die Gründe der Entstehung und ihre momentane Lebenssituation.

Zum einen beschrieben sie uns den genauen Ablauf des damaligen Umzuges an den Fürstenauer Weg, der durch die rechtsextremen Angriffe auf dem Platz am Ziegenbrink bedingt war. In einem weiteren Themenpunkt erklärten sie verständlicher Weise ihre Unzufriedenheit mit dem Beschluss der CDU/FDP-Fraktion, der die Räumung des AZ Wagenburg beinhaltet. Allerdings betonten sie auch, dass sie sich bei der bevorstehenden Räumung nur mit passivem Widerstand wehren wollen und als Alternative möglichst schnell nach einem neuen Gelände Ausschau halten müssten. Was sich natürlich durch den Beschluss, dass die Stadt Osnabrück der Wagenburg kein Angebot für einen alternativen Platz machen darf, äußerst schwierig gestalten dürfte. Als Lichtblick erweißt sich allerdings das Angagement des evangelischen Kirchenkreises, die sich mit darum bemühen einen neuen Standort zu schaffen. Nun bleibt es abzuwarten wie sich die Situation in und um die Wagenburg herum entwickelt. Der entscheidendste Faktor dabei wird der weitere Verlauf ihm Rat der Stadt sein.

Quellen:
http://www.wagenburg.de /
http://germany.indymedia.org/2003/10/62710.shtml
http://www.linkeseite.de/Texte/antifatexte/1029.htm
http://de.indymedia.org/2003/09/61740.shtml
http://de.indymedia.org/2002/11/35654.shtml
http://www.osnabrueck-net.de/Politik/gruene290903a.html
http://www.neue-oz.de /
http://www.avanti-os.de

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