Ursulaschule Osnabrück

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Mit der Bundesumweltministerin am Eiffelturm

Die Bundesumweltministerin kommt auf die Ursulaschüler zu, sie öffnet ihre Handtasche, holt einen Stift heraus, beschreibt eine Postkarte und übergibt diese den Schülern. Warum das?

 

Am 1. und 2. Oktober 2015 fand in Hannover die Internationale Kommunale Klimakonferenz (ICCA), an der Bürgermeister und Kommunalvertreter aus Europa teilnahmen, statt. Die Konferenz stand ganz im Zeichen des nächsten UN-Klimagipfels, der im Dezember in Paris stattfinden wird. Aus Hannover sollten starke „kommunale“ Zeichen nach Paris gesendet werden. Die youthinkgreen-Klimabotschafter der Ursulaschule waren daran gleich in mehrfacher Weise beteiligt.

13 Schüler im Alter von 12 bis 17 Jahre reisten bereits am Mittwoch, 30. September, nach Hannover und standen nachmittags vor dem Eiffelturm. Natürlich nicht vor dem echten, sondern vielmehr vor einem etwa 4,50 Meter hohen Modell. Dieses hatten die Veranstalter der ICCA extra für die Klimabotschafter bestellt. An diesem Eiffelturm sammelten die Klimabotschafter Forderungen an die Politiker, die am nächsten UN-Klimagipfel in Paris teilnehmen, sowie Tipps zum kommunalen Klimaschutz auf Postkarten, die dann an den Eiffelturm gehängt und später von den Klimabotschaftern ausgewertet wurden.
 
Den ersten Tag am Eiffelturm fassten die Klimabotschafter Anna, Ann-Kathrin und Jona wie folgt zusammen: „Der erste Tag der ICCA war ein anstrengender, aber ebenso erfolgreicher Tag. Nach der Anreise am Vormittag gab es erste Gespräche mit anderen Ausstellern und letzte Vorbereitungen. Besonders zwei von uns bereiteten sich auf ein Statement während der Eröffnungsfeier der Konferenz vor dem gespannten Publikum vor. Jedoch wurde dieses aufgrund von langen und wiederholenden Reden von wichtigen Politikern auf Eis gelegt und, um uns milde zu stimmen, an anderer Stelle eingeschoben. Unsere „Eiffelturm-Aktion“ wurde trotz mehrmaliger Ankündigung nicht von allen Besuchern und Konferenzteilnehmer so gut angenommen, welches oft mit Zeitmangel begründet wurde. Dennoch machten viele Politiker kurz Halt an unserem Stand, wie zum Beispiel Osnabrücks Stadtbaurat Frank Otte, der Landtagsabgeordnete Volker Bajus sowie der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel. Zusätzlich konnten wir auch neue Kontakte zu interessanten Organisationen und Personen knüpfen. Unser Engagement im Projekt „Plastiktütenfreies Osnabrück“ bekam von unterschiedlichsten Seiten sehr viel positive Resonanz. Manche aus unserem Team haben auch an Workshops bzw. Verhandlungen der Konferenz teilgenommen. Abschließend zum ersten Tag lässt sich sagen, dass die Stimmung der Gruppe sehr viel zu dem guten und größtenteils problemlosen Verlauf des Tages beigetragen hat. Wir sind nach diesem Tag auf jeden Fall bereit, UNSERE Botschaft nach Paris zu senden!“

Mit einer letzten Besprechung endete der erste Konferenztag für die Klimabotschafter um 22 Uhr in der Internationalen Jugendherberge in Hannover. Die Nacht war kurz, der nächste Tag sollte noch ereignisreicher werden, auch weil drei Klimabotschafter in einer Kommission mitarbeiteten, die die „Hannover Erklärung“, also das Abschlussdokument der Konferenz, anfertigte.

Klimabotschafterin Emma hat diese Arbeit wie folgt zusammengefasst: „Im Vorhinein wurden wir in verschiedene Gruppen eingeteilt, ich war mit Vanessa und Kilian in dem Redaktionsteam. In dieser Gruppe nahmen wir an den Konferenztreffen für die „Hanover Declaration“ teil und trugen unsere Ergebnisse der Eiffelturm-Aktion am Ende der ICCA vor. Die Besprechungen und Diskussionen kann man sich so vorstellen, dass wir mit ungefähr 15 weiteren Menschen von verschiedenen Organisationen oder Ministerien in einem Konferenzraum saßen und uns über die Workshops, in denen die Konferenzteilnehmer arbeiteten, austauschten. Diese Informationen flossen dann genauso in das Enddokument ein, wie Änderungsvorschläge von allen Beteiligten. Bei dem ersten Treffen musste man sich noch anstrengen, mit dem Englisch zurechtzukommen. Zudem hatten wir uns anfangs noch nicht getraut, etwas zu der Diskussion beizutragen. Im Verlauf der nächsten Treffen wurde dies aber um einiges besser, wir haben uns zum Beispiel für „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ an Schulen eingesetzt. Mein persönlicher Höhepunkt der ICCA war die Schlussvorstellung unserer Eiffelturm-Aktion vor ca. 250 Leuten, die wir, also das Redaktionsteam, durchgeführt haben. Hier hat man nochmal sehr eindrucksvoll gemerkt, dass man seine Botschaften und Forderungen, auch als Jugendliche sehr weit verbreiten kann.“

2015-10-05 Hannover 07

Am letzten Tag der Konferenz besuchte Umweltministerin Barbara Hendricks den Eiffelturm. Im Schlepptau hatte sie etliche Medienvertreter. Sie ließ sich von einigen Klimabotschaftern die Eiffelturm-Aktion, aber auch das Projekt „Plastiktütenfreies Osnabrück“ erklären. Einer der beteiligten Klimabotschafter ist Florian Hehmann, der – ebenso wie Klimabotschafterin Sophia Dorenkamp - in Hannover mit der Bundesumweltministerin und anderen Experten und Politikern an einer Diskussionsrunde teilnahm: „Am Anfang war ich unglaublich aufgeregt, weil man ja nicht jeden Tag mit hochrangigen Politikern sprechen und diskutieren kann. Auch das Publikum von ca. 250 Menschen ließ mich noch nervöser werden. Nachdem ich zum ersten Mal über eine Länge von ca. zwei Minuten gesprochen hatte und viele im Publikum mir applaudierten,  ging es wie von selbst. Ich habe drei Mal unter Applaus gesprochen und der Bundesumweltministerin widersprochen. Das Gefühl und das Erlebnis waren atemberaubend und unvergesslich für mich.“

Zum Team in Hannover gehörten auch Malin Degen, Jan Heckenkamp, Fynn Ketteler, Hendrik Laufenberg und Lilith Wagner. Das nächste „Klimabotschafter-Highlight“ steht bereits vor der Tür: Im November werden einige Ursulaschüler im Kanzleramt in Berlin sein.

Informationen zur Internationalen Kommunalen Klimakonferenz: http://www.icca2015.org/de/start/dok/1.php

Ergebnisse der Eiffelturm-Aktion:  http://www.icca2015.org/en/news/dok/15.php

Die „Erklärung von Hannover“: http://www.bmub.bund.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Klimaschutz/hanover_declaration_en_bf.pdf

Informationen zu „Plastiktütenfreies Osnabrück“: www.plastiktuetenfrei.de

Informationen zum anstehenden UN-Klimagipfel im Dezember in Paris:  https://germanwatch.org/thema/klima/internationale-klimapolitik/un-klimaverhandlungen

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