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Kids-Projekt

Neun Ursulaschülerinnen und Ursulaschüler hatten vom 22. Oktober bis zum 4. Dezember 2018 die Möglichkeit, einen Blick in die Kommunalpolitik Osnabrücks zu werfen. Ich, Amélie Koestel, wurde dafür der FDP-Fraktion zugeteilt und durfte den Ratsmitgliedern Dr. Thomas Thiele, Robert Seidler und Oliver Hasskamp über die Schulter schauen. Mein Ziel war es, mehr über den Prozess der Beschlussfassung und über die allgemeine politische Situation in Osnabrück zu erfahren, und dabei wurde ich nicht enttäuscht. Die Ratsmitglieder, wie auch das Fraktionsbüro, waren immer ansprechbar und haben jede Frage beantwortet. Die Einblicke in die Sitzungen und Ausschüsse waren informativ und aufschlussreich und man konnte viel mitnehmen.

Die Ausschüsse liefen stets ähnlich ab. Zu Anfang wurde die Beschlussfähigkeit geprüft und es wurde nach Anmerkungen zum Protokoll des letzten Ausschusses gefragt. Im Laufe der Sitzung wurden verschiedene Ratsmitglieder aufgerufen, die vorher einen Redeteil angemeldet hatten oder sich zu einer Wortmeldung gemeldet hatten. Durch Abstimmung per Handzeichen wurden die anstehenden Themen dann abgearbeitet.

Ich habe den Betriebsausschuss für Immobilien- und Gebäudemanagement besucht, bei dem es hauptsächlich um die finanziellen Möglichkeiten beim Bau von zusätzlichem bezahlbarem Wohnraum, zum Beispiel in der Kokschen Straße, oder auch die Sanierungen von Turnhallen und den Bau einer neuen Oberschule und die daraus resultierenden Folgen für Hauptschulen etc. ging. Mögliche Zuschüsse wurden erwähnt, aber auch der Schüler- und Lehremangel zur Sprache gebracht, so dass insgesamt die Sinnhaftigkeit des Baus einer neuen Schule auf den Prüfstand gestellt wurde.

Der Ausschuss für Finanzen und Beteiligungssteuerung beschäftigte sich viel mit der finanziellen Unterstützung von öffentlichen Gebäuden, wie dem Osnabrücker Stadttheater oder der Stadthalle. Es wurde der Mindestbedarf zur Sanierung etc. geklärt und ein Betrag vorgeschlagen und hierzu nochmals mit dem Empfänger des Betrags gesprochen, um Gegenvorschläge zu machen. Ich fand diesen Ausschuss besonders interessant, da ich mir vorher die Höhe der Beträge, die für die anstehenden Arbeiten benötigt werden, nicht vorstellen konnte und dadurch ein besseres Verständnis für solche Dinge bekommen habe.

Auch die Ratssitzung war eine beeindruckende Erfahrung, bei der die Resultate der vorherigen Ausschüsse zusammengetragen wurden und von den einzelnen Fraktionen Bedenken und Anmerkungen geäußert wurden, durch die man ein gutes Bild von den vertretenen Standpunkten der Parteien bekommt.

Insgesamt finde ich das KIDS-Projekt sehr empfehlenswert und denke, dass dieses Projekt für jeden Schüler eine gute Erfahrung ist. Es hilft, ein allgemeines Verständnis für Politik und demokratische Prozesse zu bekommen und die Vorgänge in unserer Stadt zu verstehen. Ich habe viel Neues erfahren und bin dankbar für diese Möglichkeit.

 

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