Ursulaschule Osnabrück

rss

Osterei-Chemie

Artikel bewerten
(2 Stimmen)

Was hat Ostern mit der Elementfamilie der Erdalkalimetalle zu tun? Damit beschäftigte sich die Klasse 8a in ihrem Chemieunterricht kurz vor den Ferien. Die Antwort ist ganz EI-(n)fach: Die Eierschale besteht aus einer Calcium-Verbindung, genauer gesagt Calciumcarbonat, und - Sie ahnen es bereits - Calcium gehört zu den Erdalkalimetallen.

In der letzten Stunde vor den Ferien wurde das chemische Wissen (Calciumcarbonat löst sich durch Säureeinwirkung unter Kohlenstoffdioxid-Entwicklung auf) gleich mehrfach angewandt. Mit einem Schuss Säure im Kochwasser der Eier wird die Schale durch den Auflösungsprozess leicht angeraut und kann so die Farbe besser aufnehmen. Oder man ätzt mit Säure nach dem Färben Muster in das Ei.

Auch andere Techniken, wie Blüten und Blätter mit einem Nylonstrumpf an das Ei zu drücken, um diese dort als weiße Bilder zu erhalten, Eintauchen in verschiedene Farblösungen oder mit Gummibändern Muster zaubern, wurden getestet. Die Farben waren übrigens ganz natürlich: Rotkraut, rote Zwiebelschalen, Kurkumapulver halfen uns blaue, gelbe, grüne und rot-braune Farbschattierungen zu erhalten.

Wer jetzt aber meint „Oh toll, alles natürlich und gar nicht chemisch“, den muss ich enttäuschen. Auch die natürlichen Farbstoffe sind chemische Stoffe und die Prozesse des Färbens unterliegen chemischen Grundprinzipien: Es war also alles natürlich chemisch!

Wer selbst testen möchte, findet z. B. hier Tipps:
https://www.geo.de/geolino/basteln/zu-ostern-ostereier-natuerlich-faerben

N. Zink

Letzte Änderung am
Mehr in dieser Kategorie: « Jugend forscht
Copyright © 2018 Ursulaschule Osnabrück. Alle Rechte vorbehalten.