Ursulaschule Osnabrück

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Der Klimawandel vor Ort

Am Dienstag, 15. September 2020, referierte der bekannte ARD-Meteorologe Karsten Schwanke in der Aula der Ursulaschule. Die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) Osnabrück hatte den Vortrag „Klimawandel - DIE Herausforderung für unsere Gesellschaft“ organisiert.

In seinem Vortrag zeigte Schwanke eindrücklich, wie der Klimawandel das Wetter in Deutschland bereits beeinflusst und weiter beeinflussen wird sowie welche Folgen sich daraus ergeben werden. In seinem rund einstündigen Vortrag zeigte er unter anderem die Temperaturentwicklung der vergangenen 2000 Jahre und ging dabei auf den rasanten Anstieg der Temperaturen in den letzten 200 Jahren ein, der u. a. im Zusammenhang mit der Erfindung der Dampfmaschine und dem Verbrennen von Kohle in Verbindung stehe.

 

Mit Sorge blickte Karsten Schwanke auf das Tempo des menschengemachten Klimawandels. In der Arktis könne dabei die höchste globale Erwärmung gemessen werden. Was zur Folge habe, dass die Eisausdehnung immer geringer werde. So hätte das Forschungsschiff „Polarstern“ in diesem Jahr innerhalb von sechs Tagen das arktische Eis passieren können, was ein trauriger Rekord sei. In naher Zukunft sei laut Herrn Schwanke davon auszugehen, dass im Sommer in der Arktis überhaupt kein Eis vorhanden sei.

 

Im Weiteren richtete der Meteorologe seinen Blick auf Deutschland und verdeutlichte die Folgen des Klimawandels für uns konkret vor Ort und betonte hierbei, dass wir den Klimawandel in Deutschland vor allem anhand der Veränderung des Wetters zu spüren bekommen würden. So werde sich die Anzahl der Sommertage verdoppeln, was für eine Stadt wie Köln rund 200 Sommertage pro Jahr bedeutet, und bis zum Jahr 2050 eine Temperatur von bis zu 45 Grad in Deutschland gemessen werden könne. Einen traurigen Vorgeschmack habe dabei der Sommer 2018 geboten. Es werde zu einer Häufung heißer Tage kommen, sprich von Tagen mit einer Temperatur von mehr als 30 Grad Celsius.

 

Angesichts der zu erwartenden steigenden Temperaturen hob er die Bedeutung von Wäldern und ihre kühlende Funktion hervor und forderte in diesem Zusammenhang den Erhalt und den Ausbau von Grünanlagen in den Städten, denn „Stadt-Grün kühlt“, so Schwanke. Es dürfe keine Diskussion geführt werden, so Schwanke, ob Grünanlagen im Trockenperioden gewässert werden, sondern es müsste darum gehen, welches Wasser dafür verwendet und wie dies gewonnen werde.

 

Der Klimawandel sei in unseren Breitengraden auch anhand der Veränderung von Niederschlagsmengen und den Zeitpunkten zu merken, so würden die Winter regnerischer, die Sommer trockener und Starkregenereignisse immer häufiger. Auch die Gefahr von Tornados und ihrer Intensität nehme in Deutschland angesichts des Klimawandels immer mehr zu. Was in den vergangenen Jahren bereits auch statistisch zu beobachten sei.

 

Trotz dieser düsteren Szenarien blickte Herr Schwanke optimistisch und hob die Bedeutung von „Fridays for Future“ hervor. Die Demonstrationen seien ein richtiger Schritt, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen, denn er sei ein schleichender Prozess. So sei in den letzten 30 Jahren zu wenig gegen den Klimawandel unternommen worden. Wichtig seien dabei vor allem Maßnahmen im Energie- und Verkehrssektor sowie, dass das Problem europäisch durchdacht und gemeinsam gelöst werde. Deutschland komme laut Schwanke dabei eine besondere Bedeutung zu und vor allem Schulen seien dabei wichtige Institutionen, um die zukünftigen Generationen für die Problematik zu sensibilisieren und vor Ort zu handeln.

 

Ausgehend davon nutzten die Klimabotschafter der Ursulaschule am Ende des Vortrages die Gelegenheit, Herrn Schwanke ihre Projekte vorzustellen und einen Jutebeutel des Projekts „Plastiktütenfreies Osnabrück“ zu überreichen.

C. Koltermann

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