Ursulaschule Osnabrück

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Vive la Bretagne!

Wie wird das sein, in einer französischen Familie zu leben, am Unterricht einer französischen Schule teilzunehmen? Am 18. September 2018 starteten viele der 23 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 in Begleitung von Frau Kipp-Herfurth und Frau Krenzel-Zingerle durchaus mit gemischten Gefühlen Richtung Rennes.

Nach einem herzlichen Empfang in den Familien sowie im Lycée St. Martin und einer ereignisreichen Woche, in der die Schüler erfolgreich ihr Französisch testen, bretonische Tänze und Spezialitäten ausprobieren und viele interessante Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel den Mont St. Michel entdecken konnten, kehrten alle am 27. September erschöpft, aber zufrieden nach Hause zurück. Hier unser Rückblick:

Dienstag, 18. September 2018:

Am Dienstag waren wir vormittags noch ganz normal im Schulalltag und haben nachmittags die letzten Sachen gepackt. Abends haben wir uns dann alle um 21 Uhr vor der Gymnasialkirche getroffen, wo der Bus schon auf uns gewartet hat. Alle haben sich von Eltern und Geschwistern verabschiedet und dann ging die lange Fahrt los. Mit viel Vorfreude, aber auch etwas Angst, weil wir unsere Austauschpartner gerade erst namentlich kennengelernt hatten, sind wir nach Frankreich aufgebrochen. Wir waren alle gespannt darauf, etwas Neues zu erleben und freuten uns darauf, gemeinsam mit unseren Freunden Spaß zu haben. Außerdem hofften wir, gut aufgenommen zu werden und uns wohlzufühlen in unseren Gastfamilien. (Amélie Koester und Jannis Bojara)

Mittwoch, 19. September:

Nach der langen Busfahrt waren alle sehr froh, als wir endlich unser Ziel, sogar eine Stunde früher als geplant, erreichten. Nun hatten wir noch etwas Zeit, bis unsere Austauschpartner uns dann um 13 Uhr abholten. Die Aufregung stieg von Minute zu Minute und jeder von uns war ein bisschen nervös, da niemand wusste, was gleich auf uns zukommen würde. Als dann die ersten Partner ankamen, um uns abzuholen, stieg die Aufregung weiter. Als nach einer Stunde dann alle in ihren Familien untergebracht waren, hatte jeder kurz Zeit für sich, um die Sachen auszupacken, kurz duschen zu gehen oder einfach nur, um kurz eine Pause zu machen. Danach ging es auch schon weiter: Gastgeschenke wurden überbracht, erste Gespräche geführt und natürlich gegessen. Bei den meisten gab es sogar klassisches französisches Essen. Nach dem Essen sind viele dann wieder auf ihr Zimmer verschwunden, um zu schlafen, da man von der Busfahrt noch ziemlich geschafft war. (Marleen Wehrmann und Alexandra Meyer)

Donnerstag, 20 September:

Der Donnerstag war der erste Tag für uns in der Schule. Als Erstes haben wir uns alle um 8:10 Uhr im Base-Room getroffen, dies war unser Gruppenraum während unseres Aufenthaltes in Rennes. Dort haben wir das Programm für die kommende Woche mit Monsieur Février besprochen, dem Leiter des Austausches. Anschließend hat der Schulleiter uns mit Croissants und etwas zu trinken begrüßt. Danach haben wir eine Führung durch das Lycée gemacht. Dabei haben wir z. B. das C.D.I., wobei es sich um eine Art Bibliothek handelt, die gleichzeitig ein Ort ist an dem Schüler lernen können, und die Turnhalle besichtigt. Vor dem Mittagessen hat Monsieur Février uns einen Vortrag über das französische Schulsystem gehalten. Von 12:05 bis 13:55 Uhr hatten wir Mittagspause, in der wir in der Mensa der Schule gegessen haben. Man konnte sich zwischen vielen verschiedenen Optionen bei der Vorspeise, dem Hauptgang und dem Dessert entscheiden. Nach der Mittagspause haben wir mit Monsieur Février eine kleine Stadtführung durch die Innen- und Altstadt gemacht. Dort haben wir z.B. die alten Fachwerkhäuser gesehen, die sehr typisch für Rennes sind. Um 16 Uhr war dann das Programm zuende, einige mussten allerdings noch bis 18 Uhr in der Schule bleiben, weil ihre Austauschpartner erst später frei hatten. Den Abend haben dann alle bei ihren Gastfamilien zuhause verbracht. (Clara Stolte und Lieselotte Schulte-Hillen)

Freitag, 21. September:

Am Freitag waren wir wieder in der Schule. Wir haben uns in zwei Gruppen aufgeteilt, damit wir in den Schulstunden verschiedene „Stationen“ abgehen können. Die erste Station war eine „activité franco-allemande“. Wir haben uns dabei mit Deutsch lernenden Schülern über Mediennutzung und das Internet unterhalten. Danach haben uns gebürtige Bretonen bretonische Tänze beigebracht, was sich als sehr lustig herausstellte. In der 4. Schulstunde haben wir französische Klassen im Geschichts-, Englisch- oder Wirtschaftsunterricht besucht. Die Mittagspause haben wir mit unseren Austauschpartnern verbracht. Danach sind wir mit Monsieur Février zu einer Crêperie in der Stadt gegangen, wo wir die französische Spezialität gegessen haben. (Marie Richter und Luzie Ahrends)

Samstag und Sonntag, 22. und 23. September:

Wir alle gingen aufgeregt auf das Wochenende zu, welches wir alleine mit unseren Gastfamilien verbringen sollten. Viele von uns hatten Aktionen wie Ausflüge geplant, mit denen sie das Wochenende verbringen wollten. Nachdem wir uns Freitag alle voneinander verabschiedet hatten, gingen wir mit unseren Austauschpartnern nach Hause. Wir alle genossen dann das Wochenende, bei dem wir nicht nur Spaß mit Ausflügen hatten, sondern auch unsere Austauschpartner noch einmal näher kennenlernten. Trotz ein wenig Angst vor dem Wochenende können wir doch alle sagen, dass es eine sehr schöne Erfahrung war. (Marit Siemers und Insa Klenen)

Montag, 24. September:

Wir sind nach Nantes gefahren. Der Bus fuhr um 8:15 Uhr in Rennes los und kam um 10:30 Uhr in Nantes an. Wir waren gespannt, was uns in Nantes erwarten würde und haben uns schon gefreut. Nach ein paar Informationen über die Stadt haben wir uns die Kirche angesehen. Diese war zwar imposant, zugleich aber auch schlicht und sehr hübsch. Danach haben wir das berühmte Schloss von Nantes besichtigt und auf der Burgmauer gelernt, wie man einen Butterkeks auf französische Art isst. Dann hatten wir zwei Stunden Freizeit, in der wir picknicken, die Stadt näher erkunden und ein wenig shoppen gehen konnten. Nachdem wir durch eine alte Einkaufspassage aus dem 19. Jahrhundert gelaufen sind, haben wir uns ein Denkmal über die frühere Sklaverei angeschaut. Es war sehr erschreckend, wie viele aus Nantes gestartete Schiffe Sklaven unter unvorstellbar schlechten Bedingungen von Afrika nach Amerika transportiert haben. Berühmt für Nantes ist der große Elefant, eine bewegliche Konstruktion aus Holz und Eisen, die wir uns auch angesehen haben. Um 16:30 Uhr waren wir abfahrbereit und sind etwas verspätet um 19 Uhr in Rennes angekommen. (Maja Schwerdtfeger, Martha Jammers und Annalena Birkemeyer)

Dienstag, 25. September:

Wir starteten um 8:10 Uhr bei drei Grad Außentemperatur. Nach gut eineinhalb Stunden Busfahrt erreichten wir den Mont St. Michel. Anhand einer Führung von Monsieur Février konnten wir die Insel und ihre Geschichte kennenlernen. Besonders wurde uns von dem Kloster St. Michel berichtet, welches der Insel seinen Namen gibt. Nachdem wir alles gesehen hatten, wurde uns 45 Minuten Freizeit gegönnt. Diese nutzen wir für ein sogenanntes „pique-nique“, welches uns von den Gastfamilien mitgegeben wurde. Anschließend war um 12:30 Uhr Treff "mit vollem Magen und leerer Blase", wie Monsieur Février zu sagen pflegte, so dass wir eine weitere 45-minütige Fahrt antreten konnten. Als wir in Hirel ankamen, sahen wir einen Strand voller bunter Segel. Ein netter Mann erklärte uns auf Französisch, wie man mit den Segelwagen vernünftig umgeht. Daraufhin konnten wir ungefähr eine Stunde Strandsegeln meistern. Auf dem Rückweg haben wir noch einen Umweg über Cancale, ein kleines Fischerdorf, gemacht. Dort konnten wir die letzten Sonnenstrahlen des Tages genießen. Nach der Rückkehr in Rennes ging jeder wie gewohnt in seine Gastfamilie. (Anna Klein, Rica Ostendarp und Linda Stolte)

Mittwoch, 26. September:

Am Vormittag haben wir jeweils zu zweit den Unterricht in französischen Klassen miterlebt. Wir konnten unterschiedliche Fächer besuchen, wie z. B. Deutsch und Mathe, aber auch Sport.
Da alle Franzosen mittwochs nur morgens Schule haben, sind wir danach in die Stadt oder nach Hause gegangen, um etwas zu essen. Nachmittags haben sich viele von uns in einer Lasertagarena getroffen. Dort hatten wir alle sehr viel Spaß und es war ein schöner Abschluss für die unvergessliche Zeit. Am Abend haben wir noch mit unseren Familien gegessen und den Tag ausklingen lassen. (Lynn Koers und Merle Wilkens)

Donnerstag, 27. September:

Um 7:10 Uhr treffen die ersten Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihrer Austauschfamilie am vereinbarten Abfahrtplatz an der „Avenue de la Préfecture“ ein. Unser Busfahrer steht bereits mit seinem Bus am Treffpunkt und nimmt freundlich die Koffer der langsam eintrudelnden Schüler sicher entgegen. Dann war alles fertig für die Abfahrt. Nachdem sich alle angemessen von ihren Familien verabschiedet hatten, machten wir uns mit Vorfreude auf den Weg nach Osnabrück. Dort trafen wir nach einer 16-stündigen Fahrt ein und wurden sehr nett von unserer Familie empfangen. Die Stimmung war gelöst, da die Fahrt so gut über die Bühne gelaufen war, allerdings waren alle auch etwas traurig, dass die Fahrt jetzt schon vorbei war. (Eric Piepenbrock und Moritz Sunderdieck)

Fotos: Dr. Veronika Krenzel-Zingerle

 

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Daniela Boßmeyer-Hoffmann

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