Ursulaschule Osnabrück

Jubiläum einer Erfolgsmesse

Die Messe „ABI Zukunft“ wird in diesem Jahr zehn Jahre alt. Leider wird auch das Jubiläum dieser Messe, an deren Gründung die Ursulaschule beteiligt war, von der Corona-Krise überschattet.

 

Doch José Rodrigues Freitas, Geschäftsführer der JF MESSEKONZEPT GmbH & Co. KG, hat in dieser für die Messebranche verheerenden Krisenzeit längst die Ärmel hochgekrempelt. Der Mann, der einst mit einem ehemaligen Lehrer der Ursulaschule die ersten Ideen für die „ABI Zukunft“ entwickelte, geht neue Wege: Seine Messen, die mittlerweile in vielen deutschen Städten ausgerichtet werden, werden in die virtuelle Welt wandern. Zumindest einige.

2020 05 14 AbiZukunft 02 Messe virtuellSchon die Messe „Ausbildung 49“, die am 26. und 27. Juni stattfinden sollte, wurde in kürzester Zeit umgekrempelt. Sie heißt nun „Ausbildung 49 digital“ und wird ebenfalls am 26. und 27. Juni ausgerichtet. Dann aber nicht in Form einer „echten“ Messe, sondern als beeindruckende virtuelle Messe. Der Messerundgang wird so fast zu einem spannenden Computerspiel.

Weitere Informationen: https://www.ausbildung49.de/

 

Während die Messe „Ausbildung 49 digital“ sich überwiegend – so wie der Name es verrät – auf Ausbildungsangebote bezieht, ist seit jeher für uns als Gymnasium die Messe „ABI Zukunft“ noch interessanter. Denn sie richtet sich an Abiturientinnen und Abiturienten und zeigt die Vielfalt der Möglichkeiten nach dem Abitur auf. Wir sind sehr gern und mit etwas Stolz seit der ersten Stunde Kooperationspartner. Es ist davon auszugehen, dass die diesjährige Messe, die für den 11. und 12. September 2020 angesetzt ist, ebenfalls in virtueller Form stattfinden wird.

Informationen zur Messe: https://www.abi-zukunft.de/

 

Wir haben ein Interview mit Herrn Freitas zur Geschichte der „ABI Zukunft“ geführt.

 

Herr Freitas, was genau ist denn die ABI Zukunft?

2020 05 14 AbiZukunft 01Eine passgenaue Berufsorientierungsmesse für angehende Abiturientinnen und Abiturienten in ihren unterschiedlichsten Lebensphasen. Für alle ab der Jahrgangsstufe 10 ist die ABI Zukunft die optimale Plattform herauszufinden, in welche Richtung es gehen sollte. Für alle, die schon wissen, in welche Richtung es gehen soll, ist die ABI Zukunft genau die richtige Plattform, um das passende Unternehmen oder die passende Institution für sich zu finden. Für alle, die bereits die Hochschulzugangsberechtigung besitzen, ins Ausland gegangen sind oder sogar überlegen, das Studium abzubrechen, bietet die ABI Zukunft die wohl komfortabelste Möglichkeit der Neuorientierung. Und für Eltern ist sie eine der besten Gelegenheiten, um sich über die Zukunftschancen ihrer Kinder zu informieren.
 


Wie ist die ABI Zukunft entstanden?

Die ABI Zukunft ist in einer schweißtreibenden Tätigkeit entstanden, in der Sauna. Während die Bekanntschaft von Heinrich Weßling (damals Lehrer an der Ursulaschule) und mir noch in der Blüte ihrer Anfänge steckte, tauschten wir uns nach dem Sport über unsere Berufe aus. Als ich ihm meine Tätigkeit als Messeveranstalter erklärte, lies ich den Satz „Hier in Osnabrück, hier fehlt eine richtige Ausbildungsmesse“ fallen, worauf Heinrich Weßling kurzerhand mit „Mach so eine Messe doch bei uns in der Aula, da ist Platz genug“ antwortete.

 

Somit war erst einmal die Idee für eine Messe in der Aula der Ursulaschule geboren. Wenig später rief Heinrich Weßling mich an, um mir mitzuteilen, dass er das seiner Kollegin Bettina Knoff-Weber (zu dem Zeitpunkt war Frau Knoff-Weber Berufskoordinatorin) erzählt hat und sie sich mit mir treffen möchte. In dem Gespräch mit Frau Knoff-Weber stand schnell fest, dass eine Ausbildungsmesse viel zu breit gefächert wäre und dass aufgrund der riesigen Auswahl an Studiengängen, Ausbildungsplätzen und Auslandsaufenthalte es eine Messe geben müsste, die nur auf die Bedürfnisse der zukünftigen Abiturientinnen und Abiturienten angepasst ist. Das war der Moment, in dem die ABI Zukunft geboren war. Ohne Heinrich Weßling und Bettina Knoff-Weber würde es diese Messe in der Form, wie wir sie seit nun neun Jahren kennen, wohl nicht geben.
 

Wie hat sich die ABI Zukunft bis heute entwickelt?

2020 05 14 AbiZukunft 03 PlakatDie ABI Zukunft, die 2011 zum ersten Mal mit 33 Ausstellern in der Aula der Ursulaschule stattgefunden hat, ist mittlerweile eine der größten Messen der Region geworden und mit über 100 Ausstellern aus Osnabrück nicht mehr wegzudenken. Die erste ABI Zukunft wurde noch von 1.500 jungen Menschen besucht (das war schon ein Erfolg), mittlerweile haben wir alleine 2019 über 7.000 Besucherinnen und Besucher gezählt. Jährlich werden es immer mehr. Wir werden auch die Corona-Krise meistern und haben in kürzester Zeit mit Profis eine hervorragende Infrastruktur für virtuelle Messen geschaffen. Diese ist sowohl für Aussteller als auch für Schüler mehr als ein guter Ersatz für eine „echte“ Messe.

 

Unser Angebot ist in all den Jahren immer größer geworden und auch die Eltern werden dabei nicht vergessen. Workshops für Eltern, Beratungen zur Finanzierung eines Studiums, welche Auslandsanbieter empfehlenswert sind und wie sie ihre Kinder am besten bei der Berufswahl unterstützen können, sind nur einige Top-Angebote für Eltern auf der ABI Zukunft.

 

Die Raumkapazität der Ursulaschule war nach nur drei Jahren erschöpft und Dank der Schulleitung der Domschule, Frau Sabine Müller, Oberschuldirektorstellvertreterin, und Herrn Axel Diekmann, Oberschuldirektor, die uns die Erlaubnis erteilt haben, die Messe in ihrer großzügigen Sporthalle durchzuführen, konnte sich die ABI Zukunft in Osnabrück zu der Messe entwickeln, wie wir sie heute kennen.  

 

Darüber hinaus findet die ABI Zukunft noch in Berlin, Frankfurt, Hildesheim, Lohne, Lingen (Ems), Wuppertal, Essen, Heilbronn und Regensburg statt und sie zieht Aussteller aus vielen anderen Ländern an. Malta, Spanien, Portugal und die Niederlande sind nur einige Länder, aus denen Aussteller auf den ABI Zukunft Messen vertreten sind.

 

Was ist das Besondere an der Zusammenarbeit mit der Ursulaschule?

Alles! Wenn wir das Gelände betreten, ist es, als würden wir nach Hause kommen. Ganz besonders ist die Situation in Erinnerung geblieben, als wir 2012 die Fläche erweitern mussten, um den Andrang der Aussteller gerecht zu werden. Wir hatten extra einen professionellen Zeltbauer beauftragt, der das Gelände vermessen hatte und uns ein Angebot für ein großes Zelt unterbreitete, in dem wir noch 15 weitere Aussteller auf dem Innenhof der Ursulaschule unterbringen konnten. Als der Zeltbauer zwei Tage vor der Messe sein Zelt aufbauen wollte, stellte sich heraus, dass nicht einmal die Anlieferung realisierbar war. 15 Ausstellern zwei Tage vor der Messe wieder absagen? Aus Veranstalterseite eine Katastrophe, die sich wohl kaum jemand vorstellen kann. Wenn man jedoch die Ursulaschule als Partner hat, sind alle Zweifel vergebens. Kurzerhand wurde mit ganzen Schulklassen, dem Hausmeister und unserem Team das gesamte Haus 4 der Ursulaschule leergeräumt, damit sich dort die 15 Aussteller, die im Zelt geplant waren, aufstellen konnten. Das ist nicht selbstverständlich und funktioniert nur, wenn das Miteinander passt. Vom damaligen Schulleiter Herrn Rolf Unnerstall über die involvierten Lehrkräfte, den Hausmeister Herrn Andreas Schorm bis hin zu allen Schülerinnen und Schüler, die die Technik bedient haben oder Tische und Stühle geschleppt haben - alle sind ein großes Stück ABI Zukunft, bei denen ich mich ganz herzlich bedanke!

 

Es freut mich sehr, dass alle, die in den letzten Jahren neu dazugekommen sind, diese Partnerschaft weiterhin aufrecht halten und uns für das weitere Gelingen der ABI Zukunft ihre Unterstützung anbieten. Für eine weiterhin gute Zusammenarbeit bedanke ich mich ganz herzlich bei der Schulleiterin Frau Daniela Boßmeyer-Hoffmann, bei der stellvertretenden Schulleiterin Frau Marlies Funke, bei Herrn Jürgen Maaß und natürlich bei Herrn Dr. Tobias Romberg, der die Berufsorientierung koordiniert. Dank ihnen allen wird die ABI Zukunft, egal an welchem Standort und in welcher Form, immer ein Stück Ursulaschule in sich tragen.

 T. Romberg

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