iPad-Projekt

Wir machen uns auf den Weg

Liebe Eltern,

die Digitalisierung hat im vergangenen Jahr – auch Corona-bedingt – einen mächtigen Schub erhalten. Der schulische Alltag wird zunehmend digitalisiert. Auch die curricularen Vorgaben fordern die Vermittlung von Medienkompetenzen. Für Schulen in Niedersachsen gilt diesbezüglich seit 2016 der „Orientierungsrahmen Medienbildung“. Die Bundesregierung und das Land Niedersachsen haben mit dem Digitalpakt die Finanzierung der Infrastruktur an Schulen sichergestellt. Wir sehen uns daher in der Pflicht, unsere Schülerschaft behutsam und sensibel zu digitalisieren.

An unserer Schule hat sich die Arbeitsgruppe „Digitalisierung“ – in der Eltern, Schüler und Lehrkräfte vertreten sind – in den letzten Jahren intensiv mit der Thematik der Digitalisierung der Schule beschäftigt. Sowohl Fragen der technischen Ausstattung, als auch unterrichtliche Fragen wurden und werden in Erziehungsgemeinschaft diskutiert und geklärt.

Im letzten Schuljahr sind die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 7 im Rahmen eines "Pilot-Projektes" elternfinanziert mit iPads ausgestattet worden. Zu Beginn dieses Schuljahr ist Gleiches mit dem aktuellen Jahrgang 7 geschehen. Begleitet wird das "Pilot-Projekt" in diesem Schuljahr von einer breit angelegten Fortbildungsinitiative unter dem Arbeitstitel #digideen, bei der die Lehrerinnen und Lehrer - unterstützt von eigenen und externen Experten - fachbezogen eine Sammlung von Unterrichtsideen unter Einbezug digitaler Technik erabreiten, erproben und evaluieren.

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Warum digitale Arbeitsgeräte in Schülerhand? Warum eine 1:1 Ausstattung?

Wir halten die Einführung eines digitalen Arbeitsgerätes ab Klasse 7 (aufsteigend) für notwendig, weil wir uns in der Verantwortung sehen, unsere Schülerinnen und Schüler auf die Veränderungen der Gesellschaft durch die fortschreitende Digitalisierung vorzubereiten. Es geht dabei darum, nicht nur einen kompetenten, sondern auch einen verantwortungsvollen und kritischen Umgang mit neuen Medien zu erlernen. Das verstehen wir unter digitaler Bildung. Wir möchten dabei sinnvolle Alternativen zur oftmals eher konsumorientierten Nutzung digitaler Medien aufzeigen und digitale Geräte auch als Arbeits- und Kulturzugangsgeräte begreifen.

Dabei sollen vor allem die Potenziale digitaler Medien im Bereich der Zusammenarbeit (Kollaboration), der Datenverarbeitung und der Informationsbeschaffung eine Rolle spielen. Auch selbstgesteuertes Lernen wollen wir begleiten. Gleichzeitig können wir Kinder auf eine andere Art und Weise erreichen als Elternhäuser und in Hinblick auf mögliche Gefahren im Internet sensibilisieren. Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler dazu anleiten, auch im Internet, wie z. B. in sozialen Netzwerken, die Rechte und Gefühle anderer Menschen zu achten.

Unsere medienpädagogischen Ziele können nicht mehr über eine stundenweise Nutzung unserer PC-Räume im Rahmen des ITG-Unterrichts erreicht werden. Mobile Endgeräte bieten den Schülern sehr viel mehr Möglichkeiten. Voraussetzung dafür ist aber, dass das eigene digitale Arbeitsgerät in der Schule und zu Hause verfügbar sein muss. Mobile Endgeräte sind seit diesem Schuljahr auch in Prüfungssituationen, wie dem Zentralabitur, als Hilfsmittel unter bestimmten Voraussetzungen zugelassen.

Warum kein „Bring Your Own Device“? Warum iPads?

Alle Schülerinnen und Schüler und alle Lehrer müssen dieselbe Technik besitzen, damit mobiles Lernen gelingen kann. Konzepte, in denen jeder ein eigenes Gerät mit unterschiedlichem Betriebssystem, Software etc. mitbringt (BYOD), haben sich nicht bewährt. Das ist die Erfahrung vieler Pilotschulen zum Einsatz neuer Technologien, die Vertreter unserer Arbeitsgruppe besucht haben. Wir haben uns dafür entschieden, iPads als mobile Endgeräte einzuführen. Diese Geräte sind im schulischen Kontext aktuell aus verschiedenen Gründen führend (vgl. FAQ). Unsere Erfahrungen in den letzten Jahren mit Leihgeräten bestätigen dies.

Was ist schon passiert? Wo stehen wir?

Im März 2020 ist zunächst das gesamte Lehrerkollegium mit iPads ausgestattet worden. Außerdem konnten wir unsere technische Infrastruktur in Bezug auf Präsentationstechnik (AppleTVs in allen Klassenräumen), Internetanbindung (Glasfaseranschluss 1Gbit/s synchron) und WLAN-Ausleuchtung grundlegend verbessern. Im März dieses Jahres ist dann der Jahrgang 7 (jetzt 8) als erster Jahrgang der Ursulaschule 1:1 mit elternfinanzierten iPads ausgestattet worden. Zu Beginn des aktuellen Schuljahres folgten dann die aktuellen Jahrgänge 7 und 10. Auch dem aktuellen Jahrgang 9 möchten wir - vorbehaltlich der Zustimmung der schulischen Gremien - im zweiten Halbjahr dieses Schuljahres die Einführung von iPads anbieten.

Wie werden die Geräte im Unterricht eingesetzt?

Die Funktion der iPads für mobiles Lernen beschränkt sich nicht nur darauf, jederzeit auf das Internet zugreifen zu können. Das iPad ist ein digitales Arbeitsgerät für viele Zwecke. Es dient als Präsentationsmedium, Wörterbuch, interaktives Lernmedium, der Kommunikation und unterstützt kooperatives und eigenverantwortliches Lernen. Darüberhinaus bietet sich die Möglichkeit der digitalen Heftführung. Es ist als Arbeitsgerät eine Ergänzung im modernen Unterricht, das die Lernkultur verändert. Die Fachgruppen an der Ursulaschule sind gerade damit beschäftigt, Konzepte zur Vermittlung von Medienkompetenzen sowie generell Einsatzmöglichkeiten für digitale Arbeitsgeräte zu entwickeln und (mittelfristig) auch in den schuleigenen Curricula zu verankern. Ausgangspunkt ist dabei unser seit langem bewährtes, in Klasse 5 einsetzendes ITG-Curriculum (Informationstechnische Grundbildung).

Was kosten die Geräte? Gibt es finanzielle Unterstützung?

Wir sind natürlich bemüht, die Kosten für die Eltern möglichst niedrig zu halten, und lassen uns vor jeder Bestellung Angebote von verschiedenen Apple Education Händlern machen. Aktuell können wir zum Beispiel das iPad 2021 64GB für einen Preis von 349,- Euro im Rahmen einer Schulbestellung anbieten (Stand 15.11.2021). Es besteht außerdem die Option, den Kauf zu finanzieren, um die Anschaffungskosten zu "verteilen" (10 oder 20 Monate mit 0% eff. Jahreszins oder 36 Monate mit 3,9% eff. Jahreszins.)

Wir sind uns bewusst, dass die Kosten für Elternhäuser eine finanzielle Herausforderung darstellen können. Wir versuchen daher, so gut wie möglich zu unterstützen. Die Schulstiftung hat ihren Schulen im Rahmen eines „Sofortausstattungsprogramm für digital gestützten Unterricht“ einen Pool von Geräten zur Verfügung gestellt, mit denen wir zum Beispiel Eltern, die Lernmittelfreiheit oder Schulgeldbefreiung beantragt haben, schnell und formlos helfen können (vgl. FAQ). Wir planen auch Zuschüsse für Familien, die demnächst gegebenenfalls mehrere Kinder ausstatten müssen.

FAQs

Im Folgenden versuchen wir die häufigsten praktischen Fragen zur Einführung der iPads als schulisches Lehr- und Lernmittel zu beantworten.

Technik

Welches iPad wird angeschafft?
Um eine reibungslose Nutzung der Geräte im Unterricht zu gewährleisten, soll einheitlich folgende Modellvariante angeschafft werden: iPad 2021, 9. Generation, 10,2“, 64 GB, WiFi. Als Alternative wird das 256 GB-Modell angeboten. Die Geräte müssen zudem durch eine Hülle geschützt und gegen Beschädigung oder Diebstahl versichert sein.

Kosten und Beschaffung

Welche Kosten kommen auf die Eltern zu?
Derzeit können wir zum Beispiel das iPad 2021 64GB für einen Preis von 349,- € im Rahmen einer Schulbestellung anbieten (Stand 15.11.2021). Dazu kommen eine Hülle, ein Stift und eine Geräteversicherung. Natürlich können sich Preise (geringfügig) ändern und können erst dann verbindlich angegeben werden, wenn ein Bestellvorgang unmittelbar bevorsteht. In der Regel informieren wir über die Kostendetails und den Bestellvorgang im Rahmen eines Elternabends.

Nutzung im Unterricht und Steuerung

Gibt es verbindliche Regeln zur iPad-Nutzung in der Schule?

Bereits im vergangenen Jahr arbeitet die Projektgruppe Digitalisierung daran, Verhaltensregeln zur Nutzung der iPads im Unterricht bzw. im Schulalltag aufzustellen. Diese werden allen Schülern vor dem Einsatz der iPads im Unterricht ausgehändigt und müssen von Schülern und Erziehungsberechtigten unterschrieben werden.

Der zentrale Aspekt ist, dass die Geräte im Schulalltag ausschließlich als Arbeitsmittel zu nutzen sind. Daher wird der Zugriff auf privat installierte Apps verhindert. Die von der Schule installierten Apps werden im Unterricht nur in Rücksprache mit (oder auf Anweisung durch) den Fachlehrer verwendet. Bilder, Fotos oder Tonaufnahmen dürfen nur mit ausdrücklicher Erlaubnis der Lehrkraft und nach Zustimmung der aufgenommenen Personen erstellt werden und keinesfalls außerhalb des schulischen Rahmens gespeichert, weitergeleitet oder veröffentlicht werden (§ 201aStGB).
Malte Blanke
Malte BlankeKoordinator, Administrator
Stephan Schirdewan
Stephan SchirdewanAdministrator
Manuel Bosse
Manuel BosseAdministrator
Wilfried Boberg
Wilfried BobergAdministrator
André Hermes
André HermesMedienpädagogik
Meike Roer
Meike RoerMedienpädagogik
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Wer wir sind

Das Gymnasium Ursulaschule, 1865 von Ursulinen gegründet, ist eine katholische Schule in Trägerschaft der Schulstiftung im Bistum Osnabrück. Wir sind ein staatlich anerkanntes Gymnasium und nutzen darüber hinaus als freie Schule unsere vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten.

Der einzelne Mensch steht bei uns im Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns. Im Dialog mit anderen gelangen unsere Schülerinnen und Schüler zu eigenen Erkenntnissen und Wertvorstellungen, lernen selbstständig zu urteilen und zu handeln.

Kontakt

Ursulaschule Osnabrück
Kleine Domsfreiheit 11-18
49074 Osnabrück
0541-318701
sekretariat@ursulaschule.de