Unser Offenes Atelier ist inzwischen vor allem ein Ort, an dem ganz unterschiedliche Menschen zusammenkommen können. Verschiedene Generationen, Schülerinnen und Schüler von der fünften Klasse bis zum Abitur, Eltern, Großeltern, Ehemalige, Freunde der Schule und der Kunsthalle und Menschen aus dem schulischen Umfeld. Manche kommen gemeinsam, manche ganz für sich. Vorerfahrungen braucht es überhaupt nicht, eigentlich nur Lust auf kreatives Tun und darauf, sich ein paar Stunden Zeit dafür zu nehmen.
Diesmal waren wir mit dem Offenen Atelier zu Gast in der Kunsthalle Osnabrück. Christel Schulte, Kunstvermittlerin der Kunsthalle, hat uns wunderbar empfangen und uns ziemlich energetisch durch die Ausstellung „Raumordnung“ geführt. Dazu gehörte tatsächlich auch eine kleine Joggingrunde durch Kirchenschiff, Kreuzgang und Innenhof, um diese ganz unterschiedlichen Räume erst einmal auf sich wirken zu lassen. Danach ging es ins eigene Tun und aus den Eindrücken entstanden wieder ganz unterschiedliche kleine und große Arbeiten.
Was wir an diesen Nachmittagen besonders mögen, ist diese geschäftige und gleichzeitig ruhige Atmosphäre. Überall wird gearbeitet, ausprobiert, gesprochen und geschaut, und trotzdem kann jeder ganz bei sich bleiben. Man muss sich nicht auf andere einlassen oder gemeinsam arbeiten, sondern kann das Atelier genauso gut als kleine Oase und Ruhepunkt für sich selbst nutzen. Und dann entstehen Begegnungen oft sowieso, ganz nebenbei, zwischen Generationen und Menschen, die sich sonst vielleicht nie getroffen hätten.
Vielleicht kommen deshalb so viele immer wieder und gleichzeitig jedes Mal neue Menschen dazu. Das Offene Atelier darf beides sein: ein Ort für Begegnung und gemeinsames kreatives Tun und ein stiller Raum, in dem man einfach für sich arbeiten, ausprobieren und für eine Weile abtauchen kann.
Wann seid ihr dabei? Für Fragen dürft ihr euch gern melden bei:
Text und Foto: Kerstin Himmerlich

