Gemeinsam mit den Physikkursen des Carolinums haben wir eine Exkursion zum DESY (Deutsches Elektronen-Synchrotron) in Hamburg unternommen. Ziel war es, einen Einblick in die dortige Forschung zu erhalten und unser Wissen aus dem Unterricht durch praktische Eindrücke zu erweitern.
Am Morgen sind wir mit dem Bus von Osnabrück aus losgefahren. Unterwegs haben wir einen kurzen Stopp in der Hamburger Innenstadt eingelegt, damit wir uns etwas zu essen holen konnten. Anschließend ging es weiter zum DESY.
Dort angekommen, wurde uns in einer Präsentation die verschiedenen Forschungsfelder (u. a. Teilchenphysik, Festkörperphysik und Molekülphysik) des DESY vorgestellt und grundlegende Zusammenhänge erläutert. Besonders spannend war die Untersuchung zur Strukturaufklärung von Molekülen zur Medikamentenentwicklung während der Coronapandemie. So haben wir einen ersten Überblick darüber bekommen, woran am DESY gearbeitet wird und welche Bedeutung die Forschung dort hat.
Anschließend erhielten wir eine etwa dreistündige Führung über das Gelände. Dabei wurden uns viele Informationen zu den Anlagen und zur Arbeit am DESY vermittelt. Besonders interessant war die Begehung des stillgelegten HERA-Beschleunigers. Dort konnte man gut erkennen, wie groß und technisch aufwendig solche Anlagen sind. Auch die Besichtigung von PETRA war spannend und hat einen guten Einblick in die Forschung vor Ort gegeben.
Da viele dieser aktuellen Forschungsinhalte über den Unterricht hinausgehen, war die Exkursion vor allem eine wertvolle Erweiterung unseres bisherigen Wissens. Man bekam einen Eindruck davon, wie moderne physikalische Forschung in der Praxis aussieht und in welchen Größenordnungen dort gearbeitet wird.
Am Ende des Tages sind wir schließlich wieder mit dem Bus nach Osnabrück zurückgefahren. Insgesamt war die Exkursion interessant, informativ und eine gute Möglichkeit, einmal über den normalen Unterricht hinaus Einblicke in die Physik zu gewinnen.
Text: Paul Tiemann
Foto: Andreas Büscher

