Satire mit Martin Sonneborn
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Satire mit Martin Sonneborn

Am Freitag (16.01.2026) wurde uns Schülerinnen und Schülern des 13. Jahrgangs sowie den Politikkursen des 12. Jahrgangs ein interessanter Vortrag geboten. Martin Sonneborn, Vorsitzender der Satirepartei „Die Partei“ und für sie im Europäischen Parlament, früherer Herausgeber des Magazins „Titanic“ sowie ehemaliger Ursulaschüler, unterhielt uns mit einem bebilderten Vortrag zu satirischen Positionen der „Partei“ und zur Arbeit im EU-Parlament.

Basierend auf der einleitenden Bemerkung „Satire ist eine Kunstform“ bekamen wir einen detaillierten Einblick in Herrn Sonneborns Art von politischer Aktivität: Provokante Wahlplakate seiner Partei mit Sprüchen wie „Die Politik ist ein Nehmen und Nehmen“ oder „Der nächste Kanzler ist ein Arschloch“ leiteten in einen von Ironie und Witz geprägten Vortrag ein und es wurde immer wieder laut gelacht. Auch präsentierte Herr Sonneborn Videoclips mit Ausschnitten aus seinen Reden im Parlament, die uns zeigten, dass und wie er Satire als stetiges politisches Mittel nutzt: Anstatt dort auf die stattfindenden Debatten einzugehen, nutzt er vielmehr jede ihm gebotene Gelegenheit, um Politiker diverser Parteien zu karikieren, wobei besonders „Ursula von der Ähm Leyen“ Zielscheibe seiner Kritik war.

Als Zuhörende stellten wir uns die Frage, ob diese Art von politischer Aktivität lediglich der Provokation dient oder mehr beinhalten könnte. Als wir im Anschluss an seinen Vortrag Fragen aller Art stellten, beantwortete Martin Sonneborn diese Frage in Teilen selbst: Das direkte Verspotten bestimmter politischer Akteure sei ein wirksames und einfaches Mittel, um Kritik an den bestehenden Strukturen in unserer Politik zu üben und auf diese aufmerksam zu machen. Das Ziel von „Die Partei“ sei nicht primär das Erreichen einer großen Wählerschaft oder eines großen Einflusses auf politische Debatten, so Sonneborn. Es gehe vielmehr darum, dafür zu sensibilisieren, wie Politiker, besonders in hohen Positionen, agieren: Mit mangelhaftem Bezug zur Wählerschaft und oft mit egoistischen Absichten.

Und so konnte man die Veranstaltung reflektieren und durchaus mehr mitnehmen als ein paar provokante Sprüche, die bestehende Parteien, politische Sachverhalte oder Politiker sarkastisch kritisieren. Denn wir wurden nicht nur vielfach zum Schmunzeln gebracht, sondern auch indirekt aufgefordert, ein blindes Vertrauen in unser politisches System zu vermeiden und die Politik und unser Politikverständnis immer wieder zu hinterfragen.

Text: Alena Berghegger (Jg. 13)

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