Die Ursula-Akademie, unser Angebot zur Begabtenförderung, ist wieder angelaufen. Hier erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich intensiv mit einer selbst gewählten Fragestellung auseinanderzusetzen, wissenschaftliche Arbeitsweisen kennenzulernen und eigene Ideen über einen längeren Zeitraum weiterzuentwickeln. Zurzeit arbeiten die Teilnehmenden an ganz unterschiedlichen Projekten.
In den kommenden Wochen möchten wir einige davon vorstellen und Einblicke in die vielfältigen Themen geben. Den Anfang macht eine Schülerin, die sich mit dem Zusammenspiel von Kindheitserfahrungen, genetischer Veranlagung und Gehirnentwicklung beschäftigt.
Zwischen Veranlagung und Erfahrung: Wie entstehen psychopathische Merkmale?
In meinem Projekt gehe ich der Frage nach, wie traumatische Kindheitserfahrungen und genetische Faktoren die Entwicklung des Gehirns beeinflussen und inwiefern psychopathische Merkmale dabei als eine Form der Anpassung entstehen können.
Zunächst beschäftige ich mich damit, was unter Psychopathie überhaupt verstanden wird. Anschließend untersuche ich, welchen Einfluss das soziale Umfeld auf die Entwicklung entsprechender Merkmale haben kann und welche Rolle die genetische Veranlagung – die sogenannte Disposition – spielt. Außerdem möchte ich herausfinden, wie sich diese verschiedenen Einflüsse auf das Gehirn und seine Entwicklung auswirken.
Für meine Recherche werde ich unter anderem Fachliteratur aus der Universitätsbibliothek nutzen. Darüber hinaus plane ich ein Gespräch mit einem Traumapädagogen, um neben den wissenschaftlichen Erkenntnissen auch Einblicke aus der pädagogischen Praxis zu erhalten.
Foto und Text: Talea Ackmann

