Reisebericht Barcelona

Unsere Reise begann am Mittwoch, 18. Mai, um 8 Uhr mit einer Versammlung am Bahnhof Osnabrück. Unsere Gruppe bestand aus Schüler:innen aus Spanischkursen der Klassen 10 und 11. Viele kannten sich vorher nicht und Aufregung lag in der Luft, als unsere Gruppe von zwanzig Personen, begleitet von Frau Linder und Herr Heredia, die Reise begann. Zuerst fuhren wir mit dem Zug zum Hamburger Hauptbahnhof und von dort weiter zum Flughafen. Es gab viel Stau am Flughafen und die Warteschlange an der Sicherheitskontrolle war lang.

Als alle in der Gruppe endlich die Sicherheitskontrolle passiert hatten, begann sich die Reise real anzufühlen. Um 18 Uhr kamen wir am Flughafen in Barcelona an und wurden mit dem Bus ins Zentrum von Barcelona gebracht, von wo aus es zu Fuß zu unserem Hostel ging. Im Hostel angekommen wurden wir in drei Zimmer eingeteilt. Jedes Zimmer hatte sieben bzw. acht Betten, eine Toilette und eine Dusche. Unbestreitbar waren die Zimmer eng und klein, was uns aber nicht weiter gestört hat. Wir haben unsere gesamte Zeit draußen verbracht, so dass wir nur zum Schlafen in den Zimmern waren.

Unser Hostel war wirklich gut gelegen, mitten im Leben und in den Geräuschen der La Rambla. Von dort aus konnte man zu Fuß zum Strand oder in den Trubel der Innenstadt laufen, um einzukaufen und zu essen. Auch waren U-Bahn und Bushaltestelle fußläufig erreichbar, wodurch wir schnell und bequem zu unseren Ausflugszielen kamen.

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Die Tagesabläufe waren klar. Jeden Tag versammelten wir uns morgens im Erdgeschoss des Hostels, um gemeinsam aufzubrechen. Zwischen den einzelnen Programmpunkten und den Ausflügen, die wir gemeinsam gemacht haben, hatten wir auch sehr viel Freizeit, in der wir uns in Dreiergruppen frei durch die Stadt bewegen durften. So konnten wir uns auch selbst versorgen. Zum Frühstück besuchten viele ein Café gegenüber unseres Hostels. Es gab eine große Auswahl an spanischem Gebäck, von Churros bis zu Bocadillos (spanische Sandwiches).

Am ersten Tag sind wir mit einem ausführlichen Stadtrundgang gestartet, um einen Eindruck von Barcelona zu bekommen und etwas Orientierung zu gewinnen. Zum Beispiel haben wir die Viertel Barri Gòtic und El Raval angeschaut und sind über den Mercat de la Boqueria, einen riesigen Markt mit vielen Köstlichkeiten, geschlendert.

Sehr reizvoll waren die kleinen Gassen, die uns immer wieder überrascht haben. Am Nachmittag des ersten Abends waren viele noch am Strand und sind zum ersten Mal im Meer baden gewesen. Das Wasser war angenehm erfrischend. Am Abend besuchten wir eine Lichtshow, die Font Màgica de Montjuïce. Es war sehr beeindruckend und wunderschön.

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Am Freitag besuchten wir unsere Partnerschule. Dort wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und sehr nette und offene Schülerinnen zeigten uns die Schule. Die Schule war groß und erstreckte sich über viele Stockwerke. Zum Ende trafen sich die beiden Gruppen auf dem Schulhof und es wurde noch etwas Basketball und Fußball gespielt.

Als nächstes fuhren wir zur Sagrada de Familia. Dort bekamen wir eine einstündige Führung, bei der uns etwas über Gaudí und seine Inspirationen für den Entwurf und Bau der Kirche erzählt wurde. Es war sehr interessant zu erfahren, an welchem Teil der Kirche zurzeit gebaut wird und wie die zukünftigen Pläne zur Fertigstellung des Bauprojektes aussehen. Die Kirche war wirklich beeindruckend und ganz anders als die traditionellen Kirchengebäude.

Samstag war Strandtag. Das Ziel war Sitges, ein beliebtes Ziel für Touristen und Einheimische. Sitges liegt 40 Kilometer außerhalb von Barcelona und wir fuhren zuerst mit der U-Bahn und dann mit dem Zug dorthin. Im Zug war es sehr voll, viele Leute wollten an den schönen Strand, doch die kleine Anstrengung wurde mit einem rundum perfekten Strandtag belohnt. Der Strand war deutlich ruhiger und sauberer als der von Barcelona und es war toll, mit allen zusammen am Strand zu liegen, schwimmen zu gehen und Frisbee oder Wasserball zu spielen.

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Am Sonntag machten wir einen Ausflug auf einen Berg am Stadtrand Barcelonas. Von dort hatten wir einen tollen Blick auf Barcelona, den Hafen und das weite Meer. Nachmittags hatten wir viel Freizeit. Einige gingen noch einmal an den Strand, andere besuchten die Einkaufsstraßen, gingen shoppen oder erkundeten kleine Cafés. Abends saßen wir häufig noch im Gemeinschaftsraum des Hostels zusammen, hörten Musik und tauschten uns über das Erlebte aus.

Am letzten Tag fuhren wir zum Park Güell, der ebenfalls von Gaudí gestaltet wurde. Wunderschöne Gebäude, Treppen und Tunnel wurden von uns bestaunt und die grüne Parklandschaft als sehr erholsam wahrgenommen. Was uns an den Werken Gaudis besonders gut gefallen hat, und auch eine Parallele zur Sagrada Familia darstellt, ist die Inspiration und Umsetzung der Natur in seiner Architektur.

Am Abend gingen wir alle gemeinsam Tapas essen. Das war ein toller Abschluss und bot uns noch einmal die Möglichkeit, die spanische Kulinarik zu genießen. Davor hatten wir ein Überraschungsprogrammpunkt, von dem niemand wusste, was uns erwartet. Wir wussten nur, dass wir uns schick anziehen sollten. Nach einem kurzen Spaziergang stellte sich heraus, dass wir uns eine Flamenco-Tanzaufführung ansehen würden. So bekamen wir noch einmal einen tollen Eindruck der spanischen Kultur, ein toller Abschluss!

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Am Abreisetag gingen einige früh morgens noch zum Strand, um den Sonnenaufgang zu schauen und sich vom Meer zu verabschieden. Anschließend trafen wir uns mit allen, um gemeinsam zum Flughafen zu fahren. Von dort ging es, wie auf dem Hinweg, mit dem Flugzeug nach Hamburg und anschließend mit dem Zug nach Osnabrück. Wir freuten uns alle auf unser eigenes Bett und die eigene Dusche.

Obwohl wir alle etwas demoliert, müde und mit Sonnenbrand bestückt zurückkehrten, war diese Reise ein wunderbares Erlebnis. Tolles Wetter, eine tolle Stadt und tolle Menschen machen diese Tage unvergesslich!

Text: Dorothea Winter / Fotos: Siiri Vourenpää
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Wer wir sind

Das Gymnasium Ursulaschule, 1865 von Ursulinen gegründet, ist eine katholische Schule in Trägerschaft der Schulstiftung im Bistum Osnabrück. Wir sind ein staatlich anerkanntes Gymnasium und nutzen darüber hinaus als freie Schule unsere vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten.

Der einzelne Mensch steht bei uns im Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns. Im Dialog mit anderen gelangen unsere Schülerinnen und Schüler zu eigenen Erkenntnissen und Wertvorstellungen, lernen selbstständig zu urteilen und zu handeln.

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Ursulaschule Osnabrück
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