Bilbliotheksseminar
Herzog August zu Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666) galt als einer der gelehrtesten Fürsten seiner Zeit. Er investierte seine finanziellen Mittel lieber in Bücher, die teilweise in Fässern aus ganz Europa nach Wolfenbüttel transportiert wurden, als in Kanonen und Musketiere. Das Ergebnis dieser Sammelleidenschaft ist der Kern der nach ihm benannten Herzog-August-Bibliothek (HAB).
Durch seine Nachfahren ergänzt, verfügt die HAB heute unter anderem über weit mehr als 400.000 Bücher aus der Zeit von 1450 bis 1830 und damit über den größten Bestand an Altdrucken weltweit. Dieser Bestand und die gesammelten mittelalterlichen Handschriften machen die Bibliothek zu einer international geschätzten Forschungsstätte für das Mittelalter und die Frühe Neuzeit.
Die Ursulaschule verfügt über einen Kooperationsvertrag mit der HAB, der es ermöglicht, einmal im Jahr mit einer kleinen Gruppe interessierter Schülerinnen und Schüler der Oberstufe in Wolfenbüttel mit den Altdrucken zu arbeiten. Drei Tage vor Ort, fernab vom Schulalltag, das Thema frei nach Interesse gewählt.



