Ursulaschule Osnabrück

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Erdkunde (6)

Wie lang ist der Mississippi…?

„Du weißt nicht, wie lang der Mississippi oder welches die Hauptstadt von Tuvalu ist? Du hast aber doch Erdkunde als Prüfungsfach belegt….“

Fragen und Reaktionen wie diese zeigen, dass der Fragesteller einem weit verbreiteten Irrtum aufgesessen ist und Geographie bzw. das Schulfach Erdkunde mit Topographie (Wo ist was?) verwechselt. Begründet liegt das häufig in dem stark auf Länderkunde und Topographie ausgerichteten Erdkundeunterricht früherer Jahrzehnte oder auch in den Fragen, die in diversen Quizshows unter der Rubrik „Erdkunde“ auftauchen nach dem Muster „Stadt-Land-Fluss“.
Was sind nun aber Wesen und Inhalte des Schulfaches Erdkunde heute?

Die Geographie untersucht als Wissenschaft – in aller Kürze formuliert - die Wechselwirkungen verschiedener Geofaktoren (Klima, Relief, Untergrund bzw. Boden, Wasser, Flora und Fauna, Mensch) innerhalb eines bestimmten Raumes. Im Rahmen des Schulfaches Erdkunde steht dabei besonders der Faktor Mensch im Mittelpunkt der Betrachtungen, während rein physisch-geographische Themen, etwa die Entwicklung der Oberflächenformen oder das Klima eines Raumes eher in den Hintergrund treten bzw. als Basis für die Betrachtung wirtschaftlicher oder ökologischer Zusammenhänge, in deren Zentrum der Mensch steht, dienen.

Neben der Betrachtung der Wechselwirkungen verschiedener Faktoren in dynamischen Systemen ist der Raumbezug in der Geographie bzw. Erdkunde entscheidend. Dabei kann der Raum von völlig unterschiedlicher Größe sein: So wird z.B. in Klasse 8 mit dem Osnabrücker Raum (Thema „Stadtgeographie“) ein eher kleiner Raum behandelt oder im Rahmen des Themas „Vulkanismus“ der Fokus auf ein weltumspannendes Phänomen gerichtet und dabei dann wie mit einem Zoom etwa am Beispiel Italiens eine Region (Vesuv, Ätna) genauer betrachtet. Topographisches Wissen bildet bei allen Themen lediglich eine Grundlage, ähnlich wie das Erlernen von Vokabeln im Rahmen des Fremdsprachenunterrichts.

Über die Betrachtung der verschiedenen Geofaktoren ist die Geographie stark mit verschiedenen Nachbarwissenschaften verknüpft, besonders mit Biologie, Geologie, Bodenkunde, Politik und Volkswirtschaftslehre. In der Schule bedeutet das, dass sich das Fach Erdkunde besonders gut für einen fächerübergreifenden oder zumindest Fächer verbindenden Unterricht eignet.

Erdkundeunterricht ist in hohem Maße aktuell. In welchem Fach, wenn nicht in Erdkunde, könnten die Hintergründe der Tsunami-Katastrophe im Winter des Jahres 2004 oder die Folgen der Klimaerwärmung für die Sahelzone oder Bangladesh besser thematisiert werden können? Die katastrophale Situation in Nord-Dafur im Sudan lässt sich nur durch das Verständnis politischer und natürlicher Hintergründe begreifen.

Für viele Schüler unterschiedlicher Altersstufen ist Erdkunde ein sehr motivierendes Fach: Während es in den unteren Klassenstufen eher die naturwissenschaftlich - sachorientierten Themen sind, die vor allem die Jungen besonders interessieren (z.B. Themen wie „Hamburger Hafen“ oder „Wetter“ in Klasse 5 oder das Thema „Vulkanismus und Plattentektonik“ in Klasse 8), sind es in den höheren Klassenstufen eher Themen mit sozialwissenschaftlichem  Schwerpunkt. Beispiele wären hier Unterrichtseinheiten der gymnasialen Oberstufe, die sich z.B. mit den Strukturen von Entwicklungsländern oder einem Schwellenland wie China und in diesem Zusammenhang auch mit dem Problem der Globalisierung beschäftigen oder mit Räumen, die die Schüler und Schülerinnen von Reisen kennen oder auf der Reisewunschliste führen, etwa Nordamerika und Australien. Bei diesen Themen geht es in starkem Maße um die Verknüpfung von naturgeographischen mit kulturellen, wirtschaftsgeographischen sowie politischen Fragestellungen.

Ein besonderer Stellenwert kommt dem Fach Erdkunde im methodischen Bereich zu: Die im späteren Studium bzw. der Berufsausbildung immer wichtiger werdende Fähigkeit zum „vernetzten Denken“ wird gerade im Erdkundeunterricht besonders gefördert und trainiert. Dies geschieht durch die Verknüpfung naturwissenschaftlicher und sozialwissenschaftlicher Inhalte, vor allem aber durch die Arbeit mit unterschiedlichsten Informationen und Materialien wie Fotos, Karten, verschiedenen Diagrammen, Blockbildern, Statistiken usw.; diese müssen ausgewertet und hinsichtlich ihrer Aussagen kombiniert werden, um Antworten auf die gestellten Fragen zu erhalten. Diese Fertigkeiten werden von Klasse 5 an trainiert und bis zum Abitur - Erdkunde wird an der Ursulaschule als Grund- und Leistungsfach angeboten – im Rahmen immer komplexerer Fragestellungen weiter entwickelt.

Eine besondere Bedeutung kommt im Erdkundeunterricht den Exkursionen zu, da Strukturen und Probleme besonders gut im Rahmen von Realbegegnungen erfasst und verstanden werden können. Konkret heißt das, dass wir zum Beispiel mit den Klassen 5 und manchmal mit Kursen der 12. Jahrgangsstufe einen Bauernhof besichtigen, im Rahmen von Kursfahrten, z.B. nach Wien, stadtgeographische Themen bearbeiten oder  dass sich im Stahlwerk in Georgsmarienhütte oder in anderen Industriebetrieben immer wieder Erdkunde-Schülergruppen einfinden .

In einer Gesellschaft, in der das Umweltbewusstsein zu einer immer wichtigeren Größe wird, leistet gerade das Fach Erdkunde einen wichtigen Beitrag .

Letztlich bietet der Erdkundeunterricht in vielfältiger Weise, angepasst an die Möglichkeiten und das Interesse der unterschiedlichen Altersstufen, die Chance zur fachlichen Information über Gegenwarts- und Zukunftsfragen in der von uns Menschen gestalteten Umwelt.

Cornelia Inführ

Fast parallel mit dem Schulstart begann für die Klasse 9a in Erdkunde die Reise in eine neue Welt, genauer gesagt nach Botsuana. Einige von Euch werden den Namen des Staates in Subsahara-Afrika vielleicht noch nie gehört haben. Botsuana ist ein Binnenstaat im südlichen Afrika, der im Westen und Norden an Namibia, im Nordosten an Sambia, im Osten an Simbabwe und im Süden an Südafrika grenzt.

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Die Klasse 5a hat sich in der Corona-Zeit während des Home-Learnings intensiv mit den Merkmalen von Städten und Dörfern beschäftigt. Dabei haben sich die Schülerinnen und Schüler Meppen, Bokeloh (beide Orte liegen im Emsland, etwa 75 Kilometer von Osnabrück entfernt) und die Landeshauptstadt Hannover genauer angeschaut. Zum Abschluss der Reihe kam dann die Frage auf: Leben in der Stadt oder auf dem Land?

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In diesem Jahr wurde zum 20. Mal der Geographie-Wettbewerb Diercke Wissen ausgetragen und natürlich haben auch Schülerinnen und Schüler der Ursulaschule wieder teilgenommen und ihr Bestes gegeben.

 

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Im Fach Erdkunde hat sich die Klasse 9a bereits vor der Corona-Zeit mit dem Thema „Indien“ beschäftigt. In den letzten Wochen wurde das Thema im Home-Learning vertieft und die Schülerinnen und Schüler haben sich unter anderem mit der Stadt Mumbai auseinandergesetzt. In dieser Stadt treffen, wie in vielen Teilen Indiens, die Gegensätze von Arm und Reich aufeinander. Die Schülerin Sophie Borgelt hat zum Thema „Slumtourismus“ einen spannenden Essay geschrieben.

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Am Dienstag, 2. April 2019, sind wir, die gesamte Jahrgangsstufe 7, entlang des achten Längengrades einmal um die Welt gereist: von Europa über Afrika bis zur Antarktis und auf der anderen Seite wieder zurück. Und das alles in einem Haus, dem Klimahaus in Bremerhaven!

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Impressum

Ursulaschule Osnabrück

Kleine Domsfreiheit 11-18
49074 Osnabrück
Telefon: 0541 - 318701
Fax: 0541 - 318711
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Schulleiterin

Daniela Boßmeyer-Hoffmann

Schulträger

Schulstiftung im Bistum Osnabrück
Domhof 2
49074 Osnabrück

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