Biologie

Biologie

Die Beschreibung des Faches lässt erahnen, womit Biologie sich beschäftigt. Allein die Frage: „Was ist Leben?“ füllt ganze Bücher. So ist auch die Biologie mit all ihren Facetten diejenige Naturwissenschaft mit dem größten Wissenszuwachs während eines Forschungsjahres. Dies lässt sich leicht mit der riesigen Bandbreite der Themengebiete erklären.

Auf der einen Seite könnte man symbolisch die Botanisiertrommel und den Insektenkescher ansiedeln, auf der anderen Seite das Elektronenmikroskop oder die Entwicklung des m-RNA-Impfstoffs gegen die Corona-Erkankung.

Biologie umfasst ebenso Verhaltensbeobachtungen am Eisvogel wie die Erstellung eines genetischen Fingerabdrucks mit Hilfe der PCR. Ist die Menge an biologischem Wissen und Methoden schon allein überwältigend, wird die Bedeutung des Faches durch seine vielfältigen Überschneidungen mit anderen Wissenschaftsdisziplinen noch deutlicher: Chemie und Physik haben schon lange Einzug in die verschiedensten biologischen Fachrichtungen gehalten, hinzukommen die Mathematik sowie die Geistes- und Sozialwissenschaften. Die Grundlagenforschung in der Medizin ist in weiten Bereichen ohne Biologen nicht denkbar.

Neben Wissensvermittlung und Methodenschulung bietet das Fach aber auch die Möglichkeit und die Verpflichtung, emotionale, soziale und ethische Bildungsziele zu verfolgen, wie dies das Curriculum des Landes Niedersachsen vorschreibt. Dies gilt insbesondere für unsere Schule, die sich in ihrem Leitbild auf die franziskanische Tradition bezieht.

Biologie wird an der Ursulaschule in den Jahrgangsstufen 5 bis 7 und 9 (insgesamt acht Wochenstunden) unterrichtet. In der Mittelstufe kann zusätzlich ein naturwissenschaftlicher Profilkurs belegt werden. In der Jahrgangsstufe 11 können Schülerinnen und Schüler das Fach wählen, um es dann in der Qualifikationsphase als Kurs auf erhöhtem (fünfstündig) oder auf normalem Niveau (dreistündig) bis zum Abitur weiterzuführen.

Die Attraktivität der Biologie wird in den hohen Anwahlzahlen deutlich. Im Schuljahr 2020/2021 wurden beispielsweise sechs Kurse, davon drei auf erhöhtem Niveau, angeboten.  Die Gründe für diese große Akzeptanz sind unterschiedlicher Natur; einer ist sicherlich, dass in diesem Fach ein hoher Bezug zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler hergestellt wird. Schaut man sich das Schulcurriculum von der 5. bis zur 13. Jahrgangsstufe an, so begegnet man neben den klassischen Gebieten (Fauna und Flora) Themen wie Ernährung, Gesundheit, Sexualität, Umwelt, Sport, Drogen und Ökologie.

Ein anderer Aspekt ist sicherlich die Vielfalt an möglichen Unterrichtsformen und -orten. Enzymversuche am Beispiel der alkoholischen Gärung, Präparation von Schweineherzen und Eulengewölle sowie Zeichnen lichtmikroskopischer Präparate sind nur einige Beispiele.

Für Schüler motivierend ist sicherlich auch die Tatsache, dass Biologieunterricht an den unterschiedlichsten Orten stattfinden kann. Neben Unterrichtsgängen entlang der Hase oder zum Steinbruch im Botanischen Garten finden immer wieder Exkursionen ins Moor, Wattenmeer, in den Wald oder ins Neanderthal-Museum statt. Biologie wird auch gerne in unserem schönen Schulgarten mit seinem naturnahen Teich und dem Klassenzimmer im Freien unterrichtet.

Zusätzlich kann die Schule auf Hilfe und Unterstützung von außen zurückgreifen. Die Zooschule hat ein reichhaltiges Angebot, die Stadt Osnabrück bietet mit dem Grashüpfer ein mobiles Umweltlabor und eine Zusammenarbeit mit dem Museum am Schölerberg ist möglich. Hinzu kommt ein Projekt der Universität Osnabrück in Zusammenarbeit mit der Robert-Bosch-Stiftung, die für die Osnabrücker Schulen ein Biologielabor eingerichtet haben und unterhalten. Diese Angebote können von den Schülerinnen und Schülern auch bei der Erstellung ihrer Facharbeiten im Seminarfach genutzt werden, so wird wissenschaftspropädeutisches Arbeiten geschult, was im Hinblick auf ein mögliches Studium sinnvoll und notwendig ist.

Betrachtet man den Facettenreichtum der Biologie mit all seinen inhaltlichen und methodischen Möglichkeiten, ihre Aktualität und den großen Lebensbezug, so ist dieses Fach aus dem Fächerkanon eines allgemeinbildenden Gymnasiums wie der Ursulaschule nicht wegzudenken.
Jürgen Gräff
Jürgen GräffFachobmann Biologie

Fachgruppe Biologie

  • Niklas Dworazik
  • Jürgen Gräff (Fachobmann)
  • Daniel Hörmeyer
  • Elena Hülsmann
  • Patrik Lammers
  • Anja Lorberg
  • Maik Niemeier
  • Nana Noldes
  • Meike Roer
  • Gabi Vallo
  • Hildegard Wilken
  • Sarah Veenhuis
  • Sarah Vortmann
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Wer wir sind

Das Gymnasium Ursulaschule, 1865 von Ursulinen gegründet, ist eine katholische Schule in Trägerschaft der Schulstiftung im Bistum Osnabrück. Wir sind ein staatlich anerkanntes Gymnasium und nutzen darüber hinaus als freie Schule unsere vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten.

Der einzelne Mensch steht bei uns im Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns. Im Dialog mit anderen gelangen unsere Schülerinnen und Schüler zu eigenen Erkenntnissen und Wertvorstellungen, lernen selbstständig zu urteilen und zu handeln.

Kontakt

Ursulaschule Osnabrück
Kleine Domsfreiheit 11-18
49074 Osnabrück
0541-318701
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